Merz macht Russland für Drohnenangriff in Leipzig verantwortlich und plant massive Sanktionen

Die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland erreichen einen neuen Tiefpunkt. Wie Politico und Welt am Sonntag unter Berufung auf drei hochrangige Regierungsbeamte berichten, bereitet sich Bundeskanzler Friedrich Merz darauf vor, Moskau für den versuchten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig verantwortlich zu machen und neue, „umfassende“ Sanktionen gegen Russland anzukündigen.
Berlins neuer Plan sieht vor, parallel zu den allgemeinen Beschränkungen der Europäischen Union direkte nationale Sanktionen gegen russische Einrichtungen zu verhängen.
„Diplomaten auszuweisen reicht nicht mehr aus“: Berlins erwartete Schritte
Quellen betonen, dass sich die Bundesregierung diesmal nicht auf traditionelle diplomatische Antworten beschränken will:
Notwendigkeit drastischer Maßnahmen: Einem Regierungsbeamten zufolge reicht die Ausweisung einzelner Diplomaten oder die Schließung des „Russischen Hauses“ in Berlin nicht mehr aus. Stattdessen erwägt Deutschland eine maximale Verschärfung der Finanzsanktionen oder eine weitere Ausweitung der Waffenlieferungen an Kiew;
Zeitplan der Ankündigung: Merz könnte diese scharfe Erklärung Anfang nächster Woche abgeben – vor oder während des Treffens der EU-Außenminister am Dienstag in Irland;
Die feste Haltung des Kanzlers: Zuvor hatte Merz erklärt, dass dieser Vorfall schwerwiegende Folgen haben werde: „Der Drohnenangriff in Leipzig zeigt, dass wir vor sehr realen Gefahren stehen... Sie werden dafür zur Rechenschaft gezogen“, erklärte er.
Innenpolitischer Faktor: Wichtige Wahlen in Sachsen-Anhalt und Berlin
Der Zeitpunkt der Erklärung des Kanzlers ist eng mit komplexen innenpolitischen Prozessen verknüpft:
Druck durch Regionalwahlen: Am kommenden Sonntag finden wichtige Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt statt, zwei Wochen später folgen Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin;
Umfragewerte der „Alternative für Deutschland“: Umfragen zufolge führt die Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD), die sich für eine Entspannung der Beziehungen zu Russland einsetzt, in den östlichen Bundesländern. Dies macht die außenpolitischen Schritte der Regierung noch sensibler.


















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