NASA entwickelt neuen und vereinfachten Raumanzug für erste Mondlandungen

Laut Informationen von Ars Technica hat die NASA beschlossen, die ursprünglich für die ersten Mondmissionen geplante, übermäßig komplexe und schwere Weltraumausrüstung durch eine vereinfachte Version zu ersetzen. Diese Änderungen zielen darauf ab, das Artemis-Programm zu beschleunigen und technische Schwierigkeiten bei gleichzeitiger Gewährleistung der Sicherheit der Astronauten zu reduzieren, was derzeit ein zentrales Diskussionsthema in der Raumfahrtindustrie ist. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .
Wie bekannt wurde, hat die NASA in Zusammenarbeit mit Axiom Space mit der Entwicklung einer speziellen Version des zukünftigen Mondanzugs begonnen — der Sortie Suit. Dieser Ansatz, der bei einem internen Treffen der Agentur angekündigt wurde, soll die Pläne zur Landung von Menschen in der Nähe des lunaren Südpols bis 2028 beschleunigen. Der Sortie Suit soll bei den ersten bemannten Landungen mit den Mondlandefähren von SpaceX und Blue Origin eingesetzt werden.
Gründe für den Wechsel zu einem einfacheren Ansatz
Als Hauptaufgaben wurden die Reduzierung der Masse des Raumanzugs, die Verringerung seiner Komplexität sowie die Vereinfachung der Schnittstelle zwischen dem Anzug und dem Landemodul festgelegt. Diese Entscheidung ist Teil einer umfassenden Überprüfung des Artemis-Programms. Da das Projekt deutlich hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurückliegt, werden Maßnahmen zur Beschleunigung des Prozesses ergriffen.Die Arbeiten im Rahmen der Verträge mit Axiom Space schreiten zügig voran. Bei einer Sitzung des Aerospace Safety Advisory Panel teilte der ehemalige Astronaut Charlie Precourt mit, dass sich NASA-Vertreter sechsmal pro Woche mit Axiom-Spezialisten treffen, wobei die meisten Treffen persönlich stattfinden. Ihm zufolge werden die Anforderungen an die Bedürfnisse der anstehenden Missionen angepasst und die Zertifizierungsfristen verkürzt.
Übermäßig strenge Anforderungen und ihre Folgen
Es wird vermutet, dass die ursprünglich von der NASA gestellten, sehr strengen Anforderungen die Verzögerungen verursacht haben. Insbesondere musste der Raumanzug sechs Außenbordeinsätze während einer sechseinhalb-tägigen Mission ermöglichen, nach 210 Tagen Lagerung einsatzbereit bleiben und in extrem kalten sowie permanent beschatteten Regionen funktionieren. Dies führte zu einer komplexen Konstruktion mit zahlreichen Schutzschichten.Infolgedessen war der Raumanzug schwerer als erwartet, seine Herstellung wurde kompliziert und die Bewegungsfreiheit der Astronauten eingeschränkt. Die NASA verfolgt nun den Weg, mit einer weniger komplexen Version zu beginnen, die für die ersten Missionen ausreicht, und diese schrittweise zu verbessern. Diese praktische Erfahrung ermöglicht die Implementierung neuer Technologien für zukünftige Modifikationen.

















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