China startet 30 Satelliten zur Überwachung des Raums zwischen Erde und Mond

China hat ein groß angelegtes internationales wissenschaftliches Projekt zur kontinuierlichen Erforschung des Raums zwischen Erde und Mond angekündigt. Laut ixbt.com wird im Rahmen dieses Projekts namens Earth-Moon Cube Constellation eine verteilte Gruppe kleiner Satelliten geschaffen, die bis 2030 vollständig einsatzbereit sein soll. Dies berichtet die Nachrichtenquelle.
Details der Initiative wurden auf der Konferenz Deep Space Exploration (Tiandu) 2026 am 4. September vorgestellt. Das Herzstück des neuen Systems bilden 30 Geräte im 12U CubeSat-Format mit einem Gewicht von jeweils bis zu 30 Kilogramm. Es ist geplant, diese Satelliten in sechs separaten Missionen in eine hochelliptische resonante Erde-Mond-Umlaufbahn zu bringen, wobei einige Geräte in Mondumlaufbahnen platziert werden sollen.
Mission zur kontinuierlichen Weltraumüberwachung
Das Hauptziel des Projekts ist der Übergang von sporadischen Beobachtungen durch einzelne Raumfahrzeuge zur kontinuierlichen Überwachung des gesamten Erde-Mond-Systems. Die Satelliten, die gleichzeitig von verschiedenen Punkten im Weltraum aus arbeiten, werden das Weltraumwetter und die Strahlungsbedingungen untersuchen, Gammablitze aufzeichnen und Daten sammeln, die für die Erforschung von Mondressourcen erforderlich sind.Experten zufolge wird dieses Netzwerk die Bestimmung der Koordinaten von Gammablitzquellen mit einer Genauigkeit im Sub-Bogensekundenbereich ermöglichen. Zudem schafft es die Grundlage für die Verfolgung der Entwicklung solarer und magnetosphärischer Ereignisse im gesamten Mondumfeld.
Internationale Zusammenarbeit und Perspektiven
Der Erde-Mond-Raum, der den Bereich vom niedrigen Erdorbit bis zu 2 Millionen Kilometer von der Erde entfernt umfasst, bleibt heute eine weitgehend unerforschte Zone. Die meisten Daten stammen von Einzelmissionen, die keine kontinuierlichen Messungen liefern. In den kommenden Jahren werden jedoch bemannte Expeditionen diese Region durchqueren und die künftige Mondinfrastruktur aufgebaut werden.Das Projekt wird vom chinesischen Deep Space Exploration Laboratory und der International Deep Space Exploration Alliance mit Unterstützung der Asia-Pacific Space Cooperation Organization durchgeführt. Wissenschaftliche Organisationen aus Thailand, Serbien, Ägypten, Senegal und Indonesien haben sich bereits angeschlossen.
China beabsichtigt, Partnern drei Arten von wissenschaftlicher Standardausrüstung kostenlos zur Verfügung zu stellen: Detektoren für hochenergetische Teilchen, Weltraum-Magnetometer und Gammablitz-Rekorder. Die Teilnehmer werden gemeinsam technische Standards entwickeln, wissenschaftliche Daten austauschen, Spezialisten ausbilden und die Entwicklung der gesamten Konstellation koordinieren. Derzeit hat die erste Phase der Ingenieurarbeiten begonnen, und der Entwurf der Satelliten sowie des Bodenkontrollkomplexes steht kurz vor dem Abschluss.

















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