Opendoor-Gründer startet KI-Projekt gegen Fachkräftemangel im Baugewerbe

Opendoor-Gründer startet KI-Projekt gegen Fachkräftemangel im Baugewerbe

Eric Wu, Mitbegründer des bekannten Immobilien-Startups Opendoor, hat sich von der rasanten Entwicklung der KI-Technologien inspirieren lassen und das neue Unternehmen NavigateAI gegründet, das den Fachkräftemangel im Baugewerbe beheben soll. Das im Mai erfolgreich gestartete Projekt zielt darauf ab, freihändige KI-Assistenten für Bauarbeiter und Fachkräfte vor Ort zu entwickeln, um schwerwiegende Probleme der Branche zu lösen. Dies berichtet Techcrunch.com berichtet.

Laut ixbt.com leidet die Bauindustrie weltweit, auch in den USA, unter einem Mangel an Arbeitskräften. Daten der Handelsgruppe Associated Builders and Contractors zeigen, dass in diesem Jahr Hunderttausende zusätzliche Arbeitskräfte benötigt werden, um die Nachfrage zu decken. Diese Situation verschärft sich durch eine alternde Belegschaft, eine strengere Einwanderungspolitik und den rasanten Anstieg groß angelegter Projekte, insbesondere beim Bau von Rechenzentren und Serverfarmen.

KI und der Bau von großen Rechenzentren

Die massiven Serverfarmen und Rechenzentren, die durch den KI-Boom gefordert werden, sind mittlerweile zu extrem großen Projekten geworden. Während ein großer Rechenzentrum-Campus früher in der Spitze etwa 750 Arbeiter benötigte, beschäftigen die größten Projekte heute 4.000 bis 5.000 Menschen. So benötigt beispielsweise der Hyperion-Campus von Meta in Louisiana schätzungsweise 5.000 Bauarbeiter.

Laut der globalen Personalagentur Kelly geben 90 Prozent der Betreiber von Rechenzentren den Arbeitskräftemangel als Haupthindernis für Bau und Erweiterung an. In dieser Krisensituation konzentriert sich das von Eric Wu geleitete Unternehmen NavigateAI auf die Stärkung der Personalressourcen und der technologischen Unterstützungsebene. Ende Mai sammelte das Unternehmen 25 Millionen Dollar an Seed-Kapital von Investoren unter der Leitung von Elad Gil ein und erreichte damit eine Bewertung von 225 Millionen Dollar.

Wie NavigateAI funktioniert und seine Marktposition

Das Kernprodukt von NavigateAI funktioniert freihändig über Standard-Smartphones und die KI-Brillen von Meta. Ein Arbeiter kann die Kamera auf das zu errichtende Objekt richten und in natürlicher Sprache fragen, ob es korrekt installiert ist, ob das Drehmoment ausreicht und ob es den Bauvorschriften entspricht. Die Software stellt Bauspezifikationen, Herstellerhandbücher und Unternehmensrichtlinien in Echtzeit bereit.

Das Unternehmen arbeitet mit Meta zusammen, um das Produkt für Umgebungen zu zertifizieren, in denen Schutzbrillen erforderlich sind. Zudem wurde eine Partnerschaft mit der Berufsschule AIM für Glasfaserinstallation geschlossen, die Absolventen eine Arbeitsplatzgarantie bietet. Während NavigateAI nach seinem Geschäftsmodell zunächst auf einem nutzungsbasierten SaaS-Prinzip arbeitete, ist man nun zu einem Modell übergegangen, das am geschaffenen Mehrwert beteiligt ist. Dieser Ansatz ermöglicht es Bauunternehmen, die Kosten erheblich zu senken und Gewinne in Millionenhöhe zu erzielen.

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