TrustPoint bestellt 40 Satelliten als Alternative zu GPS

TrustPoint bestellt 40 Satelliten als Alternative zu GPS

Das US-Unternehmen TrustPoint hat die Testphase abgeschlossen und mit dem Aufbau einer vollständigen orbitalen Konstellation für ein alternatives Satellitennavigationssystem begonnen. Laut ixbt.com zielt diese Initiative darauf ab, eine neue Technologie einzuführen, die deutlich leistungsfähiger und resistenter gegen elektronische Störungen ist als herkömmliche GPS-Systeme, was weltweit immer wichtiger wird. berichtet Ixbt.com.

Das Unternehmen hat eine formelle Vereinbarung mit EnduroSat US über die Herstellung und Integration von 40 Kleinsatelliten getroffen. Es ist geplant, dass diese Raumfahrzeuge Navigationssignale im C-Band übertragen. Die neue orbitale Konstellation soll in drei aufeinanderfolgenden großen Chargen ins All befördert werden.

Neue Architektur und technische Vorteile

Experten erklären, dass dieser Ansatz es ermöglicht, den Betrieb der zuerst gestarteten Einheiten zu analysieren, notwendige Änderungen am Design der nachfolgenden Satellitengenerationen vorzunehmen und die Systemkapazitäten schrittweise zu erweitern. Anstatt eine eigene Fabrik zu bauen, entschied sich TrustPoint für die Nutzung der fertigen Serienplattformen von EnduroSat.

Auf diesen Plattformen wird jedoch die firmeneigene Navigationsnutzlast installiert. Der Hauptunterschied zu GPS und anderen traditionellen globalen Satellitennavigationssystemen besteht darin, dass die Geräte von TrustPoint im Low Earth Orbit stationiert werden und Signale im C-Band übertragen, während klassische GNSS-Netzwerke das L-Band und den Medium Earth Orbit nutzen.

Stabilität und Testergebnisse

Die Entwickler betonen, dass diese architektonische Lösung ein deutlich stärkeres Navigationssignal liefert. Zudem garantiert sie eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen elektronische Störsender und arbeitet auch bei Mehrwegeausbreitung von Funkfrequenzen effizient.

Das neue System dient als zuverlässige Backup-Quelle für Koordinaten und präzise Zeitangaben, falls die herkömmliche Satellitennavigation ausfällt, künstlich unterdrückt oder manipuliert wird. Vor Beginn des Serienprogramms hatte TrustPoint bereits eine Reihe wichtiger orbitaler Experimente erfolgreich abgeschlossen.

Insbesondere wurden drei Demonstrationssatelliten ins All gebracht, um die Übertragung von C-Band-Navigationssignalen zu testen. Zudem wurden Positions-, Navigations- und Zeitdaten zwischen Erde und Weltraum übertragen. Tests in Zusammenarbeit mit Hexagon zeigten, dass das System selbst unter aktiven elektronischen Störbedingungen voll funktionsfähig ist.

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