6 TB Datenleck bei chinesischem LLM-Router enthüllt geheime Schlüssel

6 TB Datenleck bei chinesischem LLM-Router enthüllt geheime Schlüssel

Sicherheitsforscher im Bereich der Künstlichen Intelligenz stehen vor einem weiteren ernsten Problem. Laut ixbt.com wurde eine riesige Datenbank mit fast 6 TB an Daten aus Sitzungen chinesischer LLM-Router offen zugänglich gefunden, die geheime Zugriffsschlüssel großer Technologiegiganten und staatlicher Einrichtungen enthielt. Dieser Vorfall zeigt, wie gefährlich Anfragen über KI-Vermittler sein können. berichtet Ixbt.com.

Im modernen digitalen Ökosystem übernehmen LLM-Router die Aufgabe, Anfragen von Benutzern oder KI-Agenten auf verschiedene Sprachmodelle zu verteilen. Sie nehmen die Anfrage entgegen, wählen das passende neuronale Netz aus und leiten die Daten weiter. Während des Prozesses kann der Dienst jedoch detaillierte Logs speichern, die nicht nur Textanfragen und Antworten, sondern auch verschiedene technische Metadaten und Aufrufe externer Tools enthalten.

Leck sensibler Daten durch Vermittler

Laut einer Analyse des Forschers Chaofan Shou besteht das Hauptrisiko darin, wenn Entwickler oder autonome KI-Agenten vertrauliche Daten an Modelle übermitteln, um Aufgaben auszuführen. Es ist üblich geworden, dass Anfragen SSH-Schlüssel, VPN-Konfigurationen, Cloud-API-Schlüssel, GitLab-Token und andere Geheimnisse enthalten, die Zugriff auf echte Informationssysteme gewähren.

Wenn der Vermittler, der die Daten verteilt, seinen Datenverkehr nicht ausreichend schützt, werden seine Logs zu einem Speicher für fertige Geheimnisse. Genau dies geschah bei einem der LLM-Router in China, bei dem auch Anfragen gespeichert wurden, die an die Claude KI von Anthropic gesendet wurden.

Großunternehmen und Behörden gefährdet

Dem Forscher zufolge enthielt der 6 TB große Datensatz aktive geheime Schlüssel, die den Zugriff auf Systeme chinesischer Regierungsorganisationen und großer Technologieunternehmen ermöglichen. Zu den gefährdeten Marken zählen Xiaomi, Huawei, NIO und MiniMax.

Experten betonen, dass das Vorhandensein funktionierender Authentifizierungsschlüssel solche Lecks extrem gefährlich macht. Ein Angreifer muss nicht nach Schwachstellen in der Infrastruktur eines Unternehmens suchen, da alle für den Systemzugriff erforderlichen Daten bereits offen in den Logs des Vermittlers liegen. Dieser Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit, Sicherheitsrichtlinien bei der Nutzung von KI-Tools in Unternehmensumgebungen zu verschärfen.

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