Erstes 4K-Video aus dem Weltraum: NASA und AWS erzielen historisches Ergebnis durch Laserkommunikation

Die NASA und Amazon Web Services (AWS) haben ein neues Kapitel in der Geschichte der Weltraumforschung aufgeschlagen. Im Rahmen der Artemis II-Mission wurde erstmals ein hochauflösendes 4K-Video vom Mond zur Erde mittels eines optischen Laser-Kommunikationssystems übertragen. Weltweit verfolgten fast 25 Millionen Menschen diese historische Übertragung live über NASA+, YouTube und Prime Video. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .
Dieser technologische Durchbruch hat die Möglichkeiten der Nutzung von Laserstrahlen anstelle herkömmlicher Funkwellen in der Praxis bewiesen. Das Signal, das aus einer Entfernung von etwa 400.000 Kilometern vom Orion-Raumschiff gesendet wurde, dient dazu, die Datenübertragungsgeschwindigkeit aus dem Weltraum grundlegend zu erhöhen. Laut ixbt.com arbeiteten Experten über 20 Jahre lang an diesem Projekt.
Laserkommunikation: Geschwindigkeit und Möglichkeiten
Das von der NASA verwendete Orion Artemis II Optical Communications System (O2O)-Terminal ermöglicht Datenübertragungsraten von bis zu 260 Mbps. Dieser Wert reicht aus, um nicht nur 4K-Videos in Echtzeit zu streamen, sondern gleichzeitig Telemetrie, Sprachkommunikation und andere wissenschaftliche Daten zur Erde zu senden. Der Hauptvorteil von Lasersystemen besteht darin, dass sie im Vergleich zur herkömmlichen Funkkommunikation ein Vielfaches an Informationen in kürzerer Zeit übertragen können.Die vom Orion-Raumschiff gesendeten Lasersignale wurden an zwei Hauptstandorten auf der Erde empfangen: dem Mount Stromlo Observatorium in Australien und dem White Sands-Komplex im US-Bundesstaat New Mexico. Anschließend wurden die Daten über die Cloud-Infrastruktur von AWS verarbeitet und weltweit verbreitet. Vertreter von AWS betonten, dass es nur wenige Wochen dauerte, dieses komplexe Kommunikationssystem zwischen der NASA und der Australian National University (ANU) aufzubauen.
Grundstein für zukünftige Missionen
Cloud-Technologien beschränken sich nicht nur auf die Videoübertragung. Die AWS-Infrastruktur wird auch aktiv im Lyndon B. Johnson Space Center zur Berechnung der Flugbahnen von Raumfahrzeugen eingesetzt. Die Berechnungen für jedes Startfenster erzeugen riesige Datenströme von 2 TB bis 5 TB. Cloud-Kapazitäten ermöglichen es der NASA, ihre Rechenressourcen bei Bedarf schnell zu skalieren.Die erfolgreiche Übertragung eines 4K-Videos vom Mond ist ein wichtiger Grundstein für zukünftige bemannte Weltraummissionen. Die NASA plant, diese Technologie in den nächsten Phasen des Artemis-Programms als primäres Kommunikationsmittel einzusetzen, einschließlich der Landung von Astronauten auf der Mondoberfläche und bei Langzeitexpeditionen. Dies wird es Wissenschaftlern ermöglichen, noch mehr und qualitativ hochwertigere wissenschaftliche Daten aus dem Weltraum zu gewinnen.

















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