Putin rief Trump an: Was wurde im Gespräch besprochen?

Der russische Präsident Wladimir Putin rief anlässlich des 250. Jahrestages der US-Unabhängigkeit Donald Trump an und gratulierte ihm und dem amerikanischen Volk zum Feiertag.
Das knapp eineinhalbstündige Gespräch beschränkte sich nicht nur auf Glückwünsche. Die beiden Staatschefs erörterten auch den Krieg in der Ukraine, die Lage rund um den Iran, diplomatische Vermittlung und die künftigen Beziehungen.
Putin erinnerte an die historischen Beziehungen zwischen Russland und den USA
Laut der Erklärung des Kremls erwähnte Putin in seinen Glückwunschworten die historische Rolle Russlands bei der Entstehung der amerikanischen Staatlichkeit und die Allianz beider Länder während des Zweiten Weltkriegs.
Der russische Führer würdigte auch die groß angelegten Festveranstaltungen anlässlich des 250. Jahrestages der US-Unabhängigkeit.
Am Ende des Gesprächs erinnerte Putin Trump erneut daran, dass die ständige Einladung zu einem Besuch in Russland weiterhin gilt.
Das Gespräch dauerte knapp 1,5 Stunden
Laut dem russischen Präsidialhilfsbeamten Juri Uschakow dauerte das Telefonat etwa eine Stunde und 25 Minuten.
Es war das vierte Telefonat zwischen Putin und Trump seit Beginn des Jahres 2026. Der Kreml bewertete es als ein „geschäftsmäßiges und konstruktives" Gespräch.
Der Ukraine-Krieg war eines der Hauptthemen
Laut Uschakow erklärte Donald Trump seine Bereitschaft, die Kampfhandlungen schneller zu beenden und bei der Konfliktlösung zu helfen.
Es hieß auch, dass die Sondergesandten des US-Präsidenten, Steve Witkoff und Jared Kushner, ihre Vermittlungsbemühungen fortsetzen und bei Bedarf erneut Moskau besuchen könnten.
Die russische Seite erklärte, dass sie eine politisch-diplomatische Lösung des Konflikts befürwortet, jedoch nicht auf ihre Kernforderungen verzichten werde.
Widersprüchliche Aussagen zu Konstantinowka
Laut dem Kreml-Sprecher informierte Putin Trump über die Lage am Schlachtfeld und sagte, dass russische Truppen vorrückten.
Die russische Seite behauptete, die Kontrolle über die Stadt Konstantinowka erlangt zu haben. Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskyj und der Generalstab des Landes dementierten jedoch diese Meldung und erklärten, die Stadt bleibe unter ukrainischer Kontrolle. Daher basiert diese Information derzeit auf einander widersprechenden Aussagen der Parteien.
Auch zum Iran wurden Meinungen ausgetauscht
Putin und Trump erörterten auch die Lage im Nahen Osten, darunter die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran.
Der russische Präsident betonte, dass das Erreichen eines für Verhandlungen maßgeblichen gegenseitigen Einvernehmens helfen könne, die Spannungen in der Region abzubauen.
Laut Uschakow erklärte Moskau seine Bereitschaft, bei der Stabilisierung der Lage praktische Hilfe zu leisten, während Trump Dankbarkeit für Russlands Vorschläge zum Ausdruck brachte.
Auch Weltraum und Fußball wurden erwähnt
Laut russischen Medien wurde im Gespräch der nächste Flug einer russisch-amerikanischen Besatzung vom Kosmodrom Baikonur zur Internationalen Raumstation als Beispiel symbolischer Zusammenarbeit erwähnt.
Außerdem wünschte Putin Trump anlässlich der in den USA stattfindenden Fußball-Weltmeisterschaft Erfolg bei der Ausrichtung des Turniers.
Am Ende des Gesprächs einigten sich die Präsidenten darauf, in naher Zukunft erneut telefonisch zu sprechen. Am selben Tag sprach Trump auch mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskyj und erörterte diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Krieges.
Es sei daran erinnert, dass Putin auch am 14. Juni anlässlich des Geburtstags von Trump diesen anrief.


















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