Aufsehenerregende Operation an der kirgisisch-usbekischen Grenze: Schüsse und Massenverhaftungen

Am Abend des 5. Juli spielten sich an den größten Grenzübergängen zwischen Kirgisistan und Usbekistan Szenen ab, die an einen Actionfilm erinnerten. Beamte der Regionalabteilung Batken des Staatlichen Komitees für Nationale Sicherheit (GKNB) Kirgisistans führten gemeinsam mit Kämpfern der Spezialeinheit „Alfa“ eine groß angelegte Anti-Korruptions-Operation an den Posten „Kadamjay-Avtoyul“ und „Chechme-Avtoyul“ durch.
Zusammenstoß am Posten: Schüsse auf Spezialeinheiten
Die Festnahme von Grenz-, Zoll- und Veterinärbeamten, die der Korruption und Erpressung verdächtigt wurden, begann mit einem unerwarteten Zwischenfall. Als die Beamten der Spezialdienste das Gelände des Kontrollpunkts „Kadamjay-Avtoyul“ betraten, eröffnete ein Soldat, der an der Schranke Dienst hatte, plötzlich das Feuer auf sie.
Darüber hinaus gab ein weiterer Militärangehöriger Warnschüsse in die Luft ab. Die Rechtmäßigkeit und die wahren Gründe für den Waffeneinsatz werden derzeit von der Militärstaatsanwaltschaft untersucht.
Beschlagnahmte Millionen und Videobeweise
Während der schnellen Durchsuchungen wurden bei den Verdächtigen große Mengen Bargeld und Beweismittel gefunden. Berichten zufolge verteilten sich die Gelder wie folgt:
Von Mitarbeitern des Grenzdienstes: 38.500 kirgisische Som und 5.484.000 usbekische Som wurden beschlagnahmt. Zudem wurden 200.000 usbekische Som im Kofferraum eines Dienstfahrzeugs (JAC-3202) gefunden. Der Fahrer behauptete, das Geld sei für den Kauf von Sitzbezügen für das Auto zurückgelegt worden.
Von Mitarbeitern des Zolldienstes: 100.000 kirgisische Som und US-Dollar wurden sichergestellt (der genaue Betrag der Fremdwährung wird derzeit noch geklärt).
Am Posten „Chechme-Avtoyul“: Die Momente, in denen zwei Mitarbeiter illegal Geld von Passagieren entgegennahmen, wurden direkt von Videoüberwachungskameras aufgezeichnet.
Massenverhaftungen und Grenz-Kollaps
Infolge der Operation wurden insgesamt 27 Militärangehörige (11 aus „Chechme“, 16 aus „Kadamjay“) zur Untersuchung in die Abteilung des GKNB gebracht. Bei den festgenommenen Militärangehörigen wurden zwei AK-74-Sturmgewehre und 60 scharfe Patronen beschlagnahmt.
Aufgrund der Ermittlungsmaßnahmen mussten beide Kontrollpunkte vorübergehend den Betrieb einstellen. Dies führte zu einem unerwarteten massiven Stau und einer logistischen Krise an der Grenze zwischen den beiden Ländern.
Lage an der Grenze: Als die Posten geschlossen wurden, warteten etwa 3.000 Passagiere sowie über 400 Pkw und Lkw in der Grenzregion. Nachdem sich die Lage stabilisiert hatte, wurde der Verkehr über den Punkt „Kadamjay-Avtoyul“ wieder aufgenommen.
Bisher hat das kirgisische GKNB keine offizielle Stellungnahme zu dieser aufsehenerregenden Spezialoperation mit Waffeneinsatz abgegeben. Informationen vom Tatort zeigen jedoch, dass der Kampf gegen Korruption im Grenzsystem eine äußerst kompromisslose Phase erreicht hat.


















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