Ukraine meldet Angriff auf große Ölraffinerie in Omsk

Ukraine meldet Angriff auf große Ölraffinerie in Omsk

Die ukrainischen Streitkräfte gaben bekannt, dass ein Angriff auf die strategisch wichtige Omsker Ölraffinerie auf russischem Territorium verübt wurde. Das Werk liegt etwa 2.500 Kilometer von der ukrainischen Staatsgrenze entfernt.

Nach Angaben des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte brach nach dem Einschlag ein Feuer auf dem Gelände der Raffinerie aus; das Ausmaß der Schäden wird derzeit noch ermittelt.

Erster gemeldeter Angriff

Es wird darauf hingewiesen, dass die Omsker Ölraffinerie einer der größten Benzinproduzenten in Russland ist.

Die ukrainische Seite erklärte, dass bisher keine Drohnenangriffe auf diese Raffinerie verzeichnet wurden. Daher wird dieser Angriff aufgrund der Distanz und der Bedeutung des Ziels als bemerkenswert eingestuft.

Kapazität der Raffinerie übersteigt 21 Millionen Tonnen

Die Omsker Raffinerie ist eine der leistungsstärksten Ölverarbeitungsanlagen in Russland mit einer jährlichen Kapazität von über 21 Millionen Tonnen.

Die Raffinerietiefe im Werk beträgt etwa 99 Prozent. Das Unternehmen produziert eine breite Palette an Kraftstoffen, Ölen und petrochemischen Produkten.

Welche Produkte werden im Werk hergestellt?

In der Omsker Raffinerie werden folgende Produkte hergestellt:

  • Benzin der Sorten AI-92, AI-95 und G-Drive 100;

  • Dieselkraftstoff der Euro-5-Norm;

  • Flugkerosin der Marken TS-1 und RT;

  • Benzol, Paraxylol und Orthoxylol;

  • Motor- und Industrieöle;

  • Rohstoffe für die Herstellung von Industrieruß.

Die ukrainische Seite betont, dass ein Teil des im Werk produzierten Kraftstoffs auch zur Versorgung der russischen Armee verwendet wird.

Eine der Hauptanlagen könnte beschädigt sein

Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte teilte unter Berufung auf vorläufige Informationen mit, dass die primäre Ölverarbeitungsanlage ELOU-AVT-11 infolge des Angriffs beschädigt worden sein könnte.

Die projektierte Kapazität dieser Anlage beträgt 8,4 Millionen Tonnen pro Jahr.

Schadensausmaß noch unklar

Nach dem Angriff wurde ein Brand auf dem Werksgelände gemeldet. Es ist jedoch noch nicht bekannt, wie stark der Produktionsprozess gestört wurde und welche Auswirkungen dies auf den Betrieb der Raffinerie hat.

Die russische Seite hat bisher keine detaillierten offiziellen Informationen zu diesem Angriff und den entstandenen Schäden veröffentlicht.

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