Massiver Drohnenangriff auf die Region Moskau: Öl-Depots in Flammen

Foto: Euronews
In der Nacht zum Montag führte die ukrainische Seite einen massiven Drohnenangriff auf die Region Moskau durch. Der Angriff beschädigte Logistikeinrichtungen und Öllager in der Region; mindestens 10 Personen wurden verletzt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte diese Angriffe und bezeichnete sie als „Langstrecken-Sanktionen“.
Zamin.uz liefert Details zur Eskalation und den Folgen der Angriffe in den letzten Stunden.
Details zu den Angriffen in der Region Moskau
Russischen und ukrainischen Quellen zufolge, darunter Informationen des Telegram-Kanals „ASTRA“, wurde ein Öllager in Podolsk und ein Lagerhaus im Industriekomplex „Juschnije Wrata“ in Domodedowo angegriffen, wo ein Großbrand ausbrach.
Anzahl der Drohnen: Moskaus Bürgermeister Sergei Sobjanin erklärte, dass von etwa 400 ukrainischen Drohnen 85 beim Anflug auf die Stadt abgeschossen wurden, während die übrigen weit entfernt von der russischen Hauptstadt abgefangen wurden.
Verletzte: Der Gouverneur der Region Moskau, Andrei Worobjow, berichtete, dass infolge des Angriffs 10 Personen, darunter ein Kind, verletzt wurden. Mehrere Wohngebäude und zivile Infrastrukturen wurden beschädigt.
Marktplatz-Lagerhäuser: Es wurde berichtet, dass auch ein Wildberries-Lagerhaus im Bezirk Podolsk angegriffen wurde, doch die Unternehmensleitung erklärte, dass das Logistikzentrum nach dem Angriff wie gewohnt weiterarbeite.
Wolodymyr Selenskyj: „Das ist das Ergebnis unserer Langstrecken-Sanktionen“
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Angriffe auf die Region Moskau in sozialen Medien offen und kündigte einen erhöhten Druck auf wirtschaftliche Einrichtungen an:
Wolodymyr Selenskyj:
„Region Moskau. Es gibt Ergebnisse unserer Langstrecken-Sanktionen gegen Logistikeinrichtungen und ein Öllager. Wir geben eine faire Antwort auf jeden Schlag, den Russland gegen unsere Städte und Gemeinden geführt hat. Dieser Krieg muss enden, und das ist nur möglich, indem der Druck auf Russland, die einzige Ursache des Krieges, erhöht wird.“
Selenskyj gab zudem bekannt, dass zwei Tanker der russischen „Schattenflotte“ sowie vier Frachtschiffe im Schwarzen Meer angegriffen wurden.
Eskalation des Raketen- und Drohnenkriegs
In den letzten Tagen hat sich das Ausmaß der gegenseitigen Angriffe zwischen beiden Seiten deutlich ausgeweitet:
In der Nacht zum Samstag: Die Ukraine griff zwei große Wildberries-Lagerhäuser im Zentrum Russlands (Region Tambow, wo 7 Menschen starben, und Elektrostal bei Moskau) sowie ein Öllager in Noginsk an.
Ballistischer Angriff auf Kiew: Einen Tag zuvor führte Russland einen massiven ballistischen Raketenangriff auf Kiew durch: 1 Person starb, 16 wurden verletzt.
Erste Fliegerbombe auf Pawlohrad: Russland griff zum ersten Mal die Stadt Pawlohrad in der Region Dnipropetrowsk mit einer Fliegerbombe an. Infolgedessen starben 2 Menschen, 15 wurden verletzt.
ISW-Analyse: Experten des Institute for the Study of War (ISW) stellen fest, dass Russland im Juli mehr ballistische Raketen auf die Ukraine abfeuert, als es monatlich produziert, und damit seine Reserven aktiv aufzehrt.
Innenpolitische Krise in der Ukraine
Während sich die militärischen Operationen intensivieren, ist in der Ukraine eine komplexe politische Situation entstanden.
Nach der Entlassung von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow sah sich die Regierung Selenskyj mit öffentlichem Unmut und Protesten bezüglich der Änderungen im Oberkommando konfrontiert. Präsident Selenskyj kündigte an, „grundlegende Verhandlungen“ im Ministerkabinett zu führen, um die innenpolitische Krise zu lösen.
Chronik der jüngsten Angriffe und Folgen
Ziel / Ort | Angriffsmittel | Folgen und Schäden |
Region Moskau (Podolsk, Domodedowo) | Etwa 400 Drohnen | Öllager Podolsk und Industrielager brannten nieder, 10 Verletzte |
Schwarzes Meer | Drohnen- und Seeangriffe | 2 russische Tanker und 4 Frachtschiffe beschädigt |
Pawlohrad (Ukraine) | Fliegerbombenangriff | 2 Tote, 15 Verletzte |
Kiew (Ukraine) | Ballistische Raketen | 1 Toter, 16 Verletzte |


















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