Frau, die ihrem Chef ihre Niere gab, wurde später entlassen

Dieser Vorfall in den USA wird oft als eines der am meisten diskutierten Ereignisse im Zusammenhang mit Organspenden in den letzten Jahren genannt. Eine Frau namens Debbie Stevens stimmte zu, ihrem Chef ihre Niere zu spenden, um sein Leben zu retten. Doch nach der Operation erlebte sie statt der erwarteten Dankbarkeit unerwartete Probleme.
Wie sich herausstellte, arbeitete Debbie Stevens in einem Unternehmen im US-Bundesstaat New York. Als bekannt wurde, dass ihr Chef Jackie Brucia an Nierenversagen litt, beschloss Debbie ohne zu zögern, Spenderin zu werden. Erste Untersuchungen zeigten, dass sie keine direkten Übereinstimmungen waren. Danach nahm sie an einem Programm zum gekoppelten Nierenaustausch ("paired kidney exchange") teil und gab ihre Niere an einen anderen Patienten. Als Gegenleistung wurde die Niere eines passenden Spenders in ihren Chef transplantiert.
Nach der Operation gab Debbie an, am Arbeitsplatz Druck und verschiedenen Konflikten ausgesetzt gewesen zu sein. Kurz darauf wurde sie entlassen. In einem Interview mit den Medien erinnerte sich die Frau an jene schwierige Zeit mit den Worten: "Es fühlte sich an, als hätten sie mich nur eingestellt, weil sie meine Niere brauchten."
Später reichte Debbie Stevens Klage gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber ein. Die Parteien vertraten jedoch unterschiedliche Standpunkte in dem Fall, und der Arbeitgeber wies die Vorwürfe zurück. Dieser Vorfall löste in den USA und anderen Ländern eine breite öffentliche Diskussion über die Unterstützung von Organspenden, Spenderrechte und Beziehungen am Arbeitsplatz aus.
Die Geschichte von Debbie Stevens erinnert viele an eine Wahrheit: Manchmal wird Güte nicht wie erwartet belohnt. Dennoch erinnerte ihr humanitärer Schritt Tausende von Menschen erneut an die lebensrettende Bedeutung der Organspende.

















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