Modulare Rechenzentren für KI sollen im Weltall entstehen

Modulare Rechenzentren für KI sollen im Weltall entstehen

In den USA wurde eine Architektur für große orbitale modulare Rechenzentren patentiert, die für KI und Hochleistungsrechnen ausgelegt sind. Diese neue Technologie zielt darauf ab, die Einschränkungen herkömmlicher Energienetze auf der Erde zu umgehen und die unendliche Solarenergie im Weltall zu nutzen. Dies berichtet Ixbt.com , .

Berichten von ixbt.com zufolge wurde das Patent von Sophia Space und dem California Institute of Technology (Caltech) erworben. Dieses Projekt entstand auf Basis der Initiative Space-based Solar Power Project des Caltech, die Technologien zur Erforschung von Solarenergie im All untersucht.

Passives Kühlsystem für Weltraumserver

Das absolut wichtigste Alleinstellungsmerkmal des Projekts ist die passive Kühlmethode der Rechenmodule. Die neue Architektur ermöglicht den vollständigen Verzicht auf herkömmliche Pumpen, Rohre und komplexe Flüssigkeits-Wärmeableitungssysteme.

Ingenieure schlagen die Verwendung unabhängiger Module namens TILE vor. Jedes solche Modul ist mit vier Prozessoren ausgestattet, wird auf der Sonnenseite von Solarzellen mit Strom versorgt und strahlt die Wärme über die gegenüberliegende Oberfläche direkt in das kalte Vakuum des Weltalls ab.

Erweiterungsmöglichkeiten und Zukunftspläne

Die Kommunikation zwischen den Modulen erfolgt ausschließlich über Glasfaser-Datenübertragungsleitungen ohne gemeinsame Strom- und Wärmeaustauschleitungen. Dies vereinfacht den Prozess der Erweiterung orbitaler Rechensysteme erheblich.

Leon Alkalai, Gründer von Sophia Space, betonte, dass nach dem sprunghaften Anstieg der Nachfrage nach Rechenleistung für KI-Systeme die Idee orbitaler Rechenzentren eine völlig neue Bedeutung erlangt hat. Die Hauptaufgabe der Ingenieure bestand hierbei in der effizienten Kühlung der Ausrüstung.

Das Unternehmen plant den ersten Test der Technologie im Jahr 2027 auf der Satellitenplattform Apex Nova. Zudem ist die kommerzielle Einführung der Module im Jahr 2028 sowie der Beginn von Tests einer vollwertigen orbitalen Konstellation aus 4–6 Geräten in den Jahren 2029–2030 vorgesehen.

Zur Information: Sophia Space wurde 2023 von einem ehemaligen technischen Leiter des Jet Propulsion Laboratory der NASA gegründet und hat bisher 22 Millionen Dollar an Investitionen eingeworben. Caltech wird indessen die gemeinsame Forschung an leichten, entfaltbaren Strukturen und Thermoregulationssystemen für künftige orbitale Rechenzentren fortsetzen.

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