Kasache nach Jobsuche über Instagram zu 125 Jahren Haft verurteilt

Kasache nach Jobsuche über Instagram zu 125 Jahren Haft verurteilt

Die Verurteilung des 24-jährigen kasachischen Staatsbürgers Rashid Kodyrov zu 125 Jahren Haft in Griechenland hat eine breite Debatte ausgelöst. Seine Angehörigen betonen, dass der junge Mann Opfer eines internationalen kriminellen Netzwerks geworden sei, und fordern eine Überprüfung des Falls.

Berichten zufolge bewarb sich Rashid Kodyrov über eine Instagram-Anzeige um eine Arbeit in der Türkei. Angeboten wurde eine Tätigkeit, bei der Motorbootfahrten für Touristen organisiert werden sollten. Später wurde er jedoch beschuldigt, am Transport illegaler Migranten beteiligt gewesen zu sein.

Die Mutter des jungen Mannes, Nurkhan Kodyrova, erklärte, ihrem Sohn sei während der Ermittlungen kein Dolmetscher zur Verfügung gestellt worden. Außerdem sei er gewarnt worden, dass seine Strafe noch verschärft werden könne, und zum Unterzeichnen bestimmter Dokumente gezwungen worden.

Nach Angaben der Frau verhängte das Gericht gegen Rashid Kodyrov neben der Freiheitsstrafe auch eine Geldstrafe von fast 1 Milliarde Tenge . Ihrer Ansicht nach wurde ihr Sohn Opfer eines Betrugsschemas, das über soziale Netzwerke Menschen auf der Arbeitssuche anlockte.

Das kasachische Außenministerium bestätigte den Fall und teilte mit, dass der Staatsbürger nach schweren Bestimmungen des griechischen Rechts schuldig gesprochen worden sei. Dem Ministerium zufolge erhält Rashid Kodyrov konsularische und rechtliche Unterstützung; der Fall bleibt unter der Kontrolle der diplomatischen Vertretung.

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