Rekordhitze im Zoo fordert das Leben von drei Löwinnen

Rekordhitze im Zoo fordert das Leben von drei Löwinnen

In Japans Hauptstadt Tokio hat der Tama-Zooinfolge der extremen Hitze drei Löwinnen verloren. Die im Land herrschende Rekordhitze stellt nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere eine ernsthafte Gefahr dar. Darüber berichtete die BBC .

Nach Angaben der Zooverwaltung starben innerhalb einer Woche drei Löwinnen im Alter zwischen 3 und 15 Jahren. Erste tierärztliche Untersuchungen zeigten eine starke Dehydrierung und das gleichzeitige Versagen mehrerer Organe. Experten sehen die hohen Temperaturen als Hauptursache für die Todesfälle.

Miwa Kosaka, eine Vertreterin des Tama-Zoos, betonte, dass sich ein solcher Vorfall zuvor noch nie ereignet habe.

„Das ist der erste Vorfall dieser Art für uns. Auch der vergangene Sommer war heiß, aber unter unseren Löwen hatte es keine solchen Verluste gegeben“, sagte sie.

Die dreijährige Mugi verweigerte Berichten zufolge am 19. Juli die Nahrung. Einen Tag später konnte sie nicht mehr aufstehen. Die Mitarbeiter versuchten, sie durch Kühlung sowie die Gabe von Flüssigkeit, Vitaminen und Medikamenten zu retten. Die Löwin starb jedoch am 28. Juli. Später starben am 31. Juli die elfjährige Ichigo und am 3. August die 15-jährige Luena.

Derzeit sollen sich drei weitere Löwen—zwei Männchen und ein Weibchen—in kritischem Zustand befinden. Sie können sich nicht selbstständig bewegen und werden unter ständiger tierärztlicher Aufsicht behandelt. Gleichzeitig verbessert sich der Zustand von vier weiteren Löwen, während bei sechs keinerlei Probleme festgestellt wurden.

Der Zoo hat zum Schutz der Tiere spezielle Kühlsysteme in Betrieb genommen. Die Löwen werden in Bereiche mit mobilen Klimaanlagen und Industrieventilatoren gebracht.

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