Seltenes Bourbon-Virus erstmals in New York nachgewiesen

Im US-Bundesstaat New York wurde der erste beim Menschen dokumentierte Fall des seltenen, durch Zecken übertragenen Bourbon-Virus bestätigt. Die Krankheit wurde bei einem 67-jährigen Mann von Long Island festgestellt, der nach dem Biss einer Lone-Star-Zecke beim Arbeiten in seinem Garten erkrankte.
Der Patient litt zunächst unter hohem Fieber, starken Kopfschmerzen, Schwäche und weiteren Symptomen. Die Diagnose gestaltete sich schwierig, da die Krankheitszeichen anderen durch Zecken übertragenen Infektionen ähnelten. Spezielle Untersuchungen bestätigten später, dass er mit dem Bourbon-Virus infiziert war.
Experten zufolge ist die Zecke Amblyomma americanum, die als Lone-Star-Zecke bekannt ist, der wichtigste Überträger des Virus. Studien zeigen, dass das Virus auf Long Island mindestens seit 2019 unter Zecken und Weißwedelhirschen vorkommt.

Das Bourbon-Virus wurde erstmals 2014 im Bourbon County im US-Bundesstaat Kansas nachgewiesen. Bisher wurden nur sehr wenige Fälle beim Menschen registriert. Wissenschaftler vermuten jedoch, dass die Krankheit weiter verbreitet sein könnte, als die offiziellen Statistiken zeigen. Ein Grund dafür könnte auch sein, dass es keine einfachen kommerziellen Tests zum Nachweis des Virus gibt.
Gegen das Bourbon-Virus gibt es derzeit weder einen speziellen Impfstoff noch eine zugelassene Behandlung. Experten betonen daher, wie wichtig es ist, sich vor Zeckenstichen zu schützen, in der Natur bedeckende Kleidung zu tragen und den Körper regelmäßig abzusuchen.

















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