Mann, der sich für einen Vampir hielt, in Großbritannien festgenommen

Im Vereinigten Königreich sorgte ein ungewöhnlicher Vorfall für großes Aufsehen in der Öffentlichkeit. Der 48-jährige Benjamin Lewis hatte Schaf- und Hirschkadaver vor Kirchen in der Grafschaft Hampshire abgelegt und damit Angst und Besorgnis unter den Anwohnern ausgelöst. Auf gerichtliche Anordnung wurde er zwangsweise in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Darüber berichtete The Guardian .
Den Ermittlungsunterlagen zufolge stahl Benjamin Lewis Lämmer von Bauern, schlachtete sie und legte ihre Kadaver anschließend vor den Eingängen von Kirchen im Gebiet des New Forest ab. In einigen Fällen hinterließ er dort außerdem umgedrehte Kreuze und Tarotkarten. Diese Handlungen lösten unter Anwohnern, Kirchenmitarbeitern und Gläubigen große Besorgnis und Angst aus.
Die Strafverfolgungsbehörden führten mehrere Monate lang gezielte Überwachungsmaßnahmen durch, um den Verdächtigen zu identifizieren. Die Polizei verstärkte sogar an Tagen, die im satanistischen Kalender als bedeutsam gelten, die Kontrollen rund um Kirchen, um mögliche Straftaten zu verhindern. Nach langwierigen Ermittlungen wurde Benjamin Lewis anhand einer DNA-Probe aus einem Lammkadaver identifiziert und festgenommen.
Bei einer Durchsuchung des Hauses des Verdächtigen fanden die Ermittler Bilder von Vampiren, Aufzeichnungen über verschiedene Rituale sowie Notizen im Zusammenhang mit Bluttrinken. Nach Polizeiangaben glaubte Lewis fest daran, dass Bluttrinken einem Menschen ewiges Leben verleihen und ihn in einen Vampir verwandeln könne.
Am Ende des Prozesses wurde Benjamin Lewis für schuldig befunden, aus religiösem Hass vorsätzlich Angst und Bedrohung ausgelöst zu haben sowie Lämmer von Bauern gestohlen zu haben. Richter William Mausley ordnete an, dass er in einer psychiatrischen Klinik untergebracht bleibt, bis medizinisch bestätigt ist, dass er für die Gesellschaft keine Gefahr darstellt.
Psychiatrischen Fachleuten zufolge leidet Lewis unter komplexen psychischen Problemen. Außerdem stellte sich heraus, dass dies nicht der erste Vorfall dieser Art war. Bereits 2003 hatte er sich als Vampir bezeichnet und war strafrechtlich verfolgt und zu einer Haftstrafe verurteilt worden, weil er einen Geistlichen und dessen Familienangehörige erschreckt hatte.
Experten betonen, dass dieser Vorfall erneut zeigt, wie wichtig es ist, psychische Probleme in der Gesellschaft rechtzeitig zu erkennen und anzugehen.

















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