Vinicius fordert 20 Millionen Euro von Real Madrid: Warum zieht sich der Deal hin?

Vinicius fordert 20 Millionen Euro von Real Madrid: Warum zieht sich der Deal hin?

Vinicius Junior Vinicius möchte bei Real Madrid bleiben, und auch der spanische Klub will die Zusammenarbeit mit dem brasilianischen Star fortsetzen. Der neue Vertrag ist jedoch deutlich komplizierter als eine einfache Gehaltsverhandlung: Die Parteien müssen sich auf Jahresgehalt, Bildrechte und einen einmaligen Bonus einigen.

Laut der spanischen Zeitung AS möchte der Angreifer pro Saison rund 20 Millionen Euro netto verdienen, seinen Anteil an den Einnahmen aus seiner kommerziellen Vermarktung erhöhen und für die Vertragsverlängerung einen separaten Bonus erhalten. Diese Zahlen wurden jedoch weder vom Klub noch vom Spieler offiziell bestätigt.

20 Millionen Euro — nur das Gehalt

Laut AS sieht Vinicius’ aktueller, 2022 unterschriebener Vertrag über fünf Spielzeiten ein Gesamtnettogehalt von 75 Millionen Euro vor. Das entspricht durchschnittlich 15 Millionen Euro pro Saison.

Der Vertrag ist progressiv gestaltet: Das Jahresgehalt des Spielers begann zunächst bei rund 10 Millionen Euro und soll in der letzten Saison etwa 18 Millionen Euro erreichen. Zudem ist eine zusätzliche Zahlung im Zusammenhang mit einer individuellen Auszeichnung vorgesehen.

Die im neuen Vertrag geforderten 20 Millionen Euro sind der Betrag, den der Spieler nach Abzug der Steuern erhalten würde. Die Gesamtkosten des Klubs inklusive Gehalt, Steuern und anderer Pflichtzahlungen wären daher deutlich höher.

Thema

Aktueller Stand

Gemeldete Forderung

Vertragslaufzeit

Bis zum 30. Juni 2027

Verlängerung wird erwartet

Durchschnittliches Nettogehalt

15 Millionen Euro pro Saison

Etwa 20 Millionen Euro

Bildrechte

Ein großer Anteil wird mit dem Klub geteilt

Spieler will seinen Anteil erhöhen

Einmalzahlung

Nicht bekannt gegeben

Bonus für den neuen Vertrag

In einer offiziellen Mitteilung bestätigte Real Madrid, dass Vinicius’ aktueller Vertrag bis zum 30. Juni 2027 läuft. Zu den Bedingungen der neuen Verhandlungen hat der Klub bislang keine öffentlichen Angaben gemacht.

Die Bildrechte könnten der wichtigste Streitpunkt sein

Vinicius zählt bei Real Madrid nicht nur wegen seiner Leistungen auf dem Platz, sondern auch wegen seines kommerziellen Werts zu den wichtigsten Vermögenswerten des Klubs.

Laut AS besitzt Real Madrid derzeit fast 50 Prozent der Rechte zur kommerziellen Nutzung des Spielerimages. Der brasilianische Angreifer möchte seinen Anteil im neuen Vertrag erhöhen.

Die Bildrechte können Einnahmen aus folgenden Bereichen umfassen:

  • Werbeverträge;

  • kommerzielle Inhalte in sozialen Netzwerken;

  • Nutzung des Namens und Abbilds des Spielers;

  • Partnerschaften mit persönlichen Sponsoren;

  • Werbekampagnen mit verschiedenen Marken.

Vinicius hat zahlreiche persönliche Verträge mit internationalen Unternehmen. Deshalb könnte selbst eine kleine Änderung bei den Bildrechten für Spieler und Klub große finanzielle Bedeutung haben. Dies ist eine analytische Schlussfolgerung aus seinem Sponsorenportfolio und seinem kommerziellen Status.

Warum fordert der Spieler einen separaten Bonus?

AS berichtet, dass auch ein einmaliger „Verlängerungsbonus“ für den neuen Vertrag zum Gegenstand der Verhandlungen geworden ist. Seine genaue Höhe wurde nicht bekannt gegeben.

Die mögliche Logik der Spielerseite ist nachvollziehbar: Vinicius geht in das letzte Vertragsjahr. Wird die Vereinbarung nicht verlängert, könnte er im Sommer 2027 als ablösefreier Spieler auf den Markt kommen und von einem anderen Klub einen hohen Handgeldbonus erhalten.

Daher könnten seine Vertreter versuchen, einen Teil dieser Möglichkeit über einen Bonus im neuen Vertrag auszugleichen, wenn Vinicius bei Real Madrid bleibt. Dies ist jedoch eine Analyse auf Grundlage der Verhandlungsstruktur; weder die Bonusforderung noch deren Höhe wurde offiziell bestätigt.

Die Berichte von AS und Cadena SER unterscheiden sich

Die spanischen Medien verbreiten widersprüchliche Berichte über die finanziellen Details der Verhandlungen.

AS schrieb am 3. August, dass Vinicius seine frühere Forderung von rund 30 Millionen Euro auf 20 Millionen Euro gesenkt habe und nun ein Nettogehalt in dieser Größenordnung verlange. Laut der Zeitung ist das Hauptziel des Spielers, seinen Vertrag bei Real Madrid zu verlängern.

Cadena SER berichtete dagegen, dass das frühere Angebot des Klubs bei rund 20 Millionen Euro gelegen habe, Vinicius diese Bedingung abgelehnt habe und die Verhandlungen derzeit ruhen. Die Quelle betonte, dass der Brasilianer auf eine Bewertung auf dem Niveau der Topverdiener im Team hoffe.

Daher ist es noch zu früh, die Meldung „Vinicius fordert exakt 20 Millionen Euro“ als offizielle Bedingung zu betrachten. Selbst zuverlässige spanische Quellen berichten unterschiedlich darüber, welche Seite die Summe von 20 Millionen Euro vorgeschlagen hat.

Warum sind die Verhandlungen in der Schlussphase ins Stocken geraten?

Laut AS fand das letzte persönliche Treffen der Parteien nach der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 statt.

Damals senkte der Spieler seine ursprüngliche finanzielle Forderung, während Real Madrid sein Angebot verbesserte. Die Parteien standen kurz vor einer Einigung, doch der Vertrag wurde nicht unterschrieben, weil keine Seite bei den letzten offenen Punkten nachgeben wollte.

Drei zentrale Themen erschweren die Verhandlungen:

1. Gehaltshierarchie

Wenn Real Madrid Vinicius ein hohes Gehalt bietet, könnte der Klub auch die Verträge anderer Führungsspieler im Kader neu verhandeln müssen.

2. Bildrechte

Es ist nachvollziehbar, dass der Klub keinen wichtigen Anteil an den kommerziellen Einnahmen aus der Vermarktung des Spielers verlieren möchte. Vinicius will hingegen wegen seines gestiegenen globalen Werbewerts einen größeren Teil der Rechte behalten.

3. Einmaliger Bonus

Ist der Bonus sehr hoch, könnte der Gesamtwert des neuen Vertrags das Jahresgehalt deutlich übersteigen.

Die Differenz in den Verhandlungen lässt sich daher nicht allein mit der Frage „15 oder 20 Millionen Euro“ erklären. Die Parteien verhandeln über den vollständigen wirtschaftlichen Wert des Vertrags.

Wem spielt die Zeit in die Karten?

Vinicius’ Vertrag läuft im Sommer 2027 aus. Nach den aktuellen Transferregeln kann er ab Januar 2027 mit ausländischen Klubs einen Vorvertrag für die folgende Saison unterschreiben.

Das stärkt die Verhandlungsposition des Spielers. Je weniger Zeit bis zum Vertragsende bleibt, desto näher kommen andere Klubs der Möglichkeit, ihn ohne Ablöse zu verpflichten.

Für Real Madrid wird das Zeitfenster für eine wichtige Entscheidung immer kleiner. Kommt es zu keiner neuen Einigung, könnten dem Klub drei Hauptszenarien bleiben:

  1. Den Forderungen des Spielers entgegenkommen und die Vereinbarung verlängern.

  2. Einen Verkauf vor Vertragsende in Betracht ziehen.

  3. Vinicius noch eine Saison im Kader behalten und seinen Abgang als ablösefreien Spieler im Jahr 2027 akzeptieren.

Auch Cadena SER stellte fest, dass die Situation in naher Zukunft auf eines dieser drei Szenarien hinauslaufen könnte.

Für Real Madrid geht es nicht nur um Fußball

Vinicius beeinflusst mit seinen entscheidenden Aktionen auf dem Platz auch den internationalen Marketingwert des Klubs erheblich. Sein Abgang könnte für Real Madrid daher gleichzeitig einen sportlichen und kommerziellen Verlust bedeuten.

Die Erfüllung aller Forderungen des Spielers könnte für den Klub jedoch ebenfalls einen Präzedenzfall schaffen. In künftigen Verhandlungen könnten auch andere Führungsspieler hohe Boni, höhere Gehälter oder einen größeren Anteil an den Bildrechten verlangen.

Aus dieser Sicht besteht die Aufgabe von Real Madrid nicht einfach darin, Vinicius zu halten. Der Klub muss eine Formel finden, die seinen Wert anerkennt, ohne die allgemeine Finanz- und Gehaltsstruktur der Mannschaft zu gefährden.

Er will bleiben, aber unterschrieben ist noch nichts

Der wichtigste Punkt der aktuellen Berichte ist, dass Vinicius weiterhin bei Real Madrid bleiben möchte. Auch der Klub aus Madrid will seinen Vertrag verlängern.

Der gemeinsame Wunsch beider Seiten bedeutet jedoch nicht automatisch eine Einigung. Finden sie kein Gleichgewicht beim Nettogehalt von rund 20 Millionen Euro, bei den Bildrechten und beim einmaligen Bonus, könnten sich die Verhandlungen erneut hinziehen.

Die einzige offiziell bestätigte Information ist derzeit, dass Vinicius’ Vertrag bei Real Madrid bis zum 30. Juni 2027 läuft. Die übrigen finanziellen Details stammen aus Berichten der spanischen Medien und wurden von keiner Seite bestätigt.

Sollte Real Madrid Vinicius’ Forderungen akzeptieren, oder sollte der Klub seine Gehaltsstruktur priorisieren? Teilt eure Meinung in den Kommentaren und sendet den Artikel über Telegram oder andere soziale Netzwerke an Sportfans!

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