Panik in Deutschland nach Terroranschlag: Jeder dritte Deutsche lebt in Angst

Panik in Deutschland nach Terroranschlag: Jeder dritte Deutsche lebt in Angst

Sicherheit und Migration sind in Deutschland an die Spitze der politischen Agenda gerückt. ARD Deutschlandtrend Die jüngste monatliche Umfrage des ARD-DeutschlandTrends zeigt, dass Angst und Unzufriedenheit in der deutschen Gesellschaft nach dem schrecklichen Anschlag vom 25. Juli in Berlin deutlich zugenommen haben.

Der Untersuchung zufolge lebt jeder dritte Bürger des Landes in der Angst, auf den Straßen einer Stadt Opfer eines Terroranschlags zu werden.

Extremismusgefahr und Migrationspolitik: Wovor fürchtet sich die Bevölkerung?

Von den Befragten bewerteten 69 Prozent die Gefahr von Terroranschlägen in Deutschland als äußerst hoch. Die Gefahr wird nicht nur von einer Seite gesehen:

  • 56 Prozent der Befragten sorgten sich vor Anschlägen durch Rechtsextremisten;

  • 50 Prozent der Befragten fürchteten Anschläge durch Linksextremisten.

Auch für eine stärkere Kontrolle der Migration formieren sich in der Gesellschaft klare Forderungen. Unter den Deutschen befürworten 71 Prozent eine Verlängerung der seit 2024 geltenden vorübergehenden Grenzkontrollen. Gleichzeitig sind 59 Prozent der Bevölkerung der Ansicht, dass sich das Migrationsproblem durch Zusammenarbeit auf EU-Ebene wirksamer lösen lässt als ausschließlich auf nationaler Ebene.

Politisches Erdbeben: AfD erreicht 28 Prozent, Kanzlerblock auf historischem Tiefstand

Die Sorgen der Bevölkerung um die Sicherheit und ihre Unzufriedenheit mit der Regierung haben sich direkt auf die Umfragewerte der Parteien ausgewirkt. Die rechte „Alternative für Deutschland“ (AfD) konnte ihre Position weiter stärken und einen Rekordwert von 28 Prozent erreichen.

Der traditionelle konservative Block aus CDU/CSU kam hingegen auf 21 Prozent und verzeichnete damit eines der schlechtesten Ergebnisse seiner Geschichte. Bei den übrigen politischen Kräften wurden keine nennenswerten Veränderungen festgestellt.

Misstrauen gegenüber der Bundesregierung:

  • 85 Prozent der Bevölkerung sind mit der Arbeit der derzeitigen Bundesregierung äußerst unzufrieden.

  • 68 Prozent der Befragten glauben auch nach der jüngsten Kabinettsumbildung nicht an eine Verbesserung der Lage.

  • 55 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass grundlegende Veränderungen in der Politik und Verwaltung des Landes notwendig sind.

Gesellschaftliche Spaltung und ein Gefühl der Ungerechtigkeit

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass die soziale und psychologische Spaltung der deutschen Gesellschaft zunimmt. Landesweit sind 43 Prozent der Befragten der Ansicht, weniger Chancen und Vorteile als andere zu haben.

Besonders unter den Anhängern der AfD ist dieser Wert extrem hoch: 70 Prozent des Elektorats erklärten, in der Gesellschaft ungerecht behandelt zu werden und Einschränkungen ihrer Rechte zu erfahren.

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