Chinesische Wissenschaftler erschaffen selbstheilendes „lebendes“ Gewebe

Chinesische Forschende haben eine neue Art von „lebendem“ Gewebe aus Pilzmyzel entwickelt, das sich bei Beschädigung selbst reparieren kann. Die Innovation wurde von Wissenschaftlern des Shenzhen Institute of Advanced Technology der Chinesischen Akademie der Wissenschaften entwickelt.
Für die Studie wurde der Pilz Cordyceps militaris Im Gegensatz zu herkömmlichen Materialien auf Pilzbasis hält die neue Technologie die Myzelzellen am Leben. Dadurch können die Fasern bei einer Beschädigung nachwachsen und die gerissenen Bereiche wieder miteinander verbinden.
Um die Möglichkeiten des neuen Materials zu demonstrieren, entwickelten die Wissenschaftler auch einen Prototyp für Kleidung. Tests zeigten, dass das Material wasserabweisend ist und sich selbst reinigen kann. Mithilfe anderer Mikroorganismen könnte es zudem mit einem Schutz vor ultravioletter Strahlung ausgestattet werden.
Eine weitere wichtige Eigenschaft des neuen Materials ist seine biologische Abbaubarkeit. Studien zufolge war es etwa 41 Tage nach dem Eingraben in Erde nahezu vollständig zersetzt. Dies könnte künftig die Entwicklung umweltfreundlicher und recycelbarer Kleidung fördern.
Die Technologie befindet sich jedoch noch in der Versuchs- und Prototypenphase. Fragen zur Alltagstauglichkeit, Waschbarkeit und langfristigen Haltbarkeit des Materials erfordern weitere Untersuchungen.

















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