Samsung verzichtet bei den Kameras des Galaxy S27 auf variable Blende

Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung hat seine Pläne aufgegeben, in der kommenden Galaxy-S27-Serie der Flaggschiff-Smartphones eine Technologie mit variabler Blende einzuführen. Nach Angaben einflussreicher Quellen aus der Industrie hatte das Unternehmen ernsthaft erwogen, die Funktion in die Kameras mobiler Geräte zurückzubringen, entschied sich letztlich jedoch gegen das Projekt. Ixbt.com berichtet .
Die Geräte der Galaxy-S27-Serie sollen voraussichtlich in der ersten Hälfte des Jahres 2027 vorgestellt werden. Ein Mechanismus mit variabler Blende ermöglicht es, die durch das Objektiv auf den Sensor fallende Lichtmenge direkt zu regulieren. Bei besonders hellen Bedingungen kann die Öffnung verkleinert und bei Dunkelheit vergrößert werden. Dadurch lassen sich Belichtung und Schärfentiefe präziser steuern, was die Bildqualität deutlich verbessern kann.
Geschichte und Erprobung der Technologie
Samsung verfügt bereits über Erfahrungen mit dieser Lösung. Das Unternehmen setzte die Technologie zuvor in den 2018 beziehungsweise 2019 vorgestellten Flaggschiffmodellen Galaxy S9 und Galaxy S10 ein. Ab 2020 verzichteten südkoreanische Ingenieure jedoch auf diese Hardwarekomponente und konzentrierten sich hauptsächlich auf die Bildverarbeitung durch Software und künstliche Intelligenz.Laut Ixbt.com arbeitete Samsung bei der Entwicklung eines Mechanismus mit variabler Blende für das Galaxy S27 mit seiner Tochtergesellschaft Samsung Electro-Mechanics sowie führenden Kameraherstellern wie MCNEX zusammen. Nach den ursprünglichen Plänen sollte die neue optische Funktion im Hauptkameramodul künftiger Smartphones zum Einsatz kommen.
Gründe für die Entscheidung und Marktbedingungen
Einer der Hauptgründe für das erneute Interesse an der Funktion war die Möglichkeit, dass die erwarteten Modelle iPhone 18 Pro und Pro Max dieselbe Technologie einführen könnten. Dennoch analysierten die Samsung-Spezialisten mehrere wichtige Faktoren, bevor sie ihre endgültige Entscheidung trafen.Erstens würde der Einbau eines Mechanismus mit variabler Blende in das Kameradesign die Herstellungskosten des Geräts deutlich erhöhen und zu einem dickeren Gehäuse führen. Zweitens zeigte die Analyse des Unternehmens, dass der tatsächliche Nutzen dieser Technologie für moderne Smartphone-Nutzer nicht ausreichen würde, um die hohen Kosten vollständig zu rechtfertigen.
Auch die globalen Marktbedingungen beeinflussten die Entscheidung. Insbesondere steigende Preise für Speicherchips und andere wichtige Komponenten setzen die Hersteller zunehmend finanziell unter Druck. Daher beschloss Samsung, sich bei seinen Flaggschiffkameras auf andere Prioritäten zu konzentrieren.
















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