USA kündigen „Doppelschlag“-Strategie gegen Iran an

Die geopolitische Konfrontation zwischen den USA und Iran ist in eine noch schärfere und gefährlichere Phase eingetreten. Der US-Finanzminister Scott Bessent kündigte offiziell ein neues und beispiellos hartes Sanktionspaket gegen Teheran in der Geschichte der globalen wirtschaftlichen Isolation an.
Nach Angaben Bessents verfolgt Washington eine „Doppelschlag“- Strategie, die darauf abzielt, Irans Außenhandelsbeziehungen vollständig zu stoppen und seine Export- und Importkanäle abzuwürgen. Diese Maßnahmen werden gemeinsam mit der fortgesetzten Seeblockade iranischer Häfen umgesetzt.
Drohung mit „Sekundärsanktionen“ gegen China und Ölkäufer
Der gefährlichste Aspekt der neuen Beschränkungen ist, dass sie sich gegen Drittstaaten und Unternehmen richten werden, die weiterhin iranisches Öl kaufen.
Der China-Faktor: Gegen chinesische Unternehmen, die zu den wichtigsten Abnehmern iranischen Rohöls gehören, könnten Sekundärsanktionen verhängt werden. Dies dürfte den Handelskrieg zwischen Washington und Peking auf eine neue Stufe heben und heftige Turbulenzen auf den globalen Energiemärkten auslösen;
Auswirkungen von 2.200 Sanktionen: Laut Bloomberg hat die US-Regierung seit 2018 fast 2.200 Beschränkungen gegen Teheran verhängt. Dennoch konnten sie Iran weder zum Verzicht auf sein Atomprogramm noch zur Aufgabe der Kontrolle über die Straße von Hormus zwingen.
Teherans Antwortplan: „Den Konflikt bis zum Ende von Trumps Amtszeit in die Länge ziehen“
Ein Berater des Oberbefehlshabers des Korps der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) Mohammad Reza Naqdi hat Teherans langfristigen Verteidigungsplan offengelegt:
„Um seine nationale Sicherheit zu gewährleisten, erwägt Teheran ernsthaft die Option, Donald TrumpsPräsidentschaftszeit bis zum Ende des Konflikts in die Länge zu ziehen“.
Obwohl sich die Parteien im Juni auf einen Waffenstillstand geeinigt hatten, sind die Friedensgespräche völlig festgefahren. Während Washington freie Schifffahrt in der Straße von Hormus fordert, stellt Iran im Gegenzug für die Aufhebung der Blockade die folgenden drei Bedingungen:
Vollständige Aufhebung aller internationalen Sanktionen;
Abzug der US-Streitkräfte aus der Region;
Vollständige Entschädigung für die enormen Kriegsschäden.
270 Milliarden Dollar Schäden und 90 Prozent Inflation
Militäroperationen und die Blockade haben der iranischen Wirtschaft einen beispiellosen Schlag versetzt:
Industriekrise: Offiziellen Schätzungen zufolge beläuft sich der Schaden auf mehr als 270 Milliarden Dollar . Infolge der US-amerikanischen und israelischen Angriffe haben große Stahlwerke und petrochemische Anlagen ihren Betrieb eingestellt;
Soziale Auswirkungen: Nach Angaben der Financial Times haben fast 2 Millionen Menschen ihre Arbeit verloren, während sich die jährliche Inflationsrate im Land der Marke von 90 Prozent genähert hat .
Straße von Hormus geschlossen: Ölexporte brechen um 40 Prozent ein
Die strategisch wichtige Straße von Hormus, durch die ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggasversorgung transportiert wird, bleibt blockiert.
Infolgedessen sind die Öl- und Kondensatexporte der Golfstaaten auf 10,7 Millionen Barrel pro Tag gesunken. Dieser Wert liegt etwa 40 Prozent unter dem Niveau vor dem Konflikt und erhöht zunehmend das Risiko von Treibstoffengpässen auf den globalen Märkten.
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