Zwillinge im Jemen kämpfen gegen den Hunger

Die sieben Wochen alten Zwillinge Raghad und Raad, die aufgrund des bewaffneten Konflikts im Jemen aus ihrer Heimat fliehen mussten, kämpfen ums Überleben. Ihre Familie verließ ihr Dorf im Südwesten des Jemen wegen der Kämpfe zwischen den Huthi-Rebellen und Regierungstruppen.
Wie die BBC-Korrespondentin Orla Guerin berichtet, kamen die Zwillinge als Frühgeburten zur Welt. Nach der Flucht aus ihrem Dorf legte die Familie den Weg in die Stadt Aden zu Fuß zurück, was drei Tage dauerte. Während der Reise verschlechterte sich der Zustand der Babys; sie litten unter starkem Erbrechen und Durchfall.
Als die Familie das Al-Sadaqa-Krankenhaus in Aden erreichte, diagnostizierten die Ärzte bei den Zwillingen eine schwere akute Mangelernährung. Ihr Vater, Bajash Ali Sagir Hassan, erklärte, dass es aufgrund des Krieges schwierig geworden sei, Milch für die Kinder zu kaufen. Wegen der steigenden Preise war er manchmal gezwungen, den Babys nur Wasser zu geben.
Auch im Krankenhaus ist die Lage prekär. Aufgrund von Mangel an internationalen Hilfsgeldern, medizinischem Personal und Ausrüstung können nicht alle Patienten aufgenommen werden. Ärzte und Pflegekräfte kämpfen dennoch unermüdlich darum, die Kinder in kritischem Zustand zu retten.
Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden durch die eskalierenden Kämpfe im Jemen Hunderttausende Menschen vertrieben, während einige Regionen keinen Zugang mehr zu Nahrungsmittelhilfen haben. Steigende Preise und der Mangel an humanitärer Hilfe verschärfen die Lage der schwächsten Bevölkerungsgruppen, insbesondere der Kinder, massiv.
















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