Fluglehrer springt aus Flugzeug und lässt Schülerin allein am Himmel zurück

Ein unerwarteter Vorfall während einer Flugstunde in Argentinien hat die Öffentlichkeit schockiert. Ein erfahrener Fluglehrer verließ mitten im Flug das Flugzeug, sodass seine 22-jährige Schülerin allein in der Luft zurückblieb und gezwungen war, die Maschine eigenständig zu landen. Dies berichteten lokale Medien unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft.
Berichten zufolge ereignete sich der Vorfall am 4. Juli über der Stadt Toledo in Argentinien. Während einer Flugstunde in einer Cessna 150G sagte der Fluglehrer Leandro Andres Bertazzo zu seiner Schülerin Rosario: „Du weißt, was zu tun ist, mach weiter“, und verließ daraufhin das Flugzeug.
Rosario, die eine Privatpilotenlizenz besitzt, kontaktierte umgehend die Fluglotsen der Flugschule Flying Parrot in Córdoba. Experten gaben ihr Anweisungen für den Notfall, und trotz des enormen Drucks gelang es ihr, das Schulflugzeug sicher auf dem Flugplatz zu landen.

Der Direktor der Flugschule, Eduardo Alvarez, lobte das Handeln der Schülerin.
„Sie stand unter einem schweren Schock. Trotzdem hat sie die Situation ruhig gemeistert, Professionalität bewiesen und das Flugzeug perfekt gelandet“, sagte er.
Kurz nach dem Vorfall wurde ein Suchflug durchgeführt, bei dem die Leiche des Fluglehrers in einer ländlichen Gegend der Provinz Córdoba gefunden wurde. Die Behörden bestätigten seinen Tod.
Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen zu dem Vorfall eingeleitet. Experten haben das Flugzeug zur Untersuchung beschlagnahmt und prüfen alle Umstände, die zu dem Ereignis führten. Im Zuge der Ermittlungen kam ans Licht, dass der Fluglehrer in letzter Zeit wegen psychischer Probleme in Behandlung war. Davon soll außer seinen engsten Angehörigen niemand gewusst haben.
Die Leitung der Flugschule betonte, dass Kollegen und Schüler keine besorgniserregenden Anzeichen im Verhalten des Fluglehrers bemerkt hätten. Daher sei dieser Vorfall auch für sie völlig unerwartet gekommen.

Die Ermittler konzentrieren sich auf einen weiteren wichtigen Aspekt. Sie erklären, dass es nicht einfach sei, die Tür einer Cessna 150G während des Fluges zu öffnen; dies sei vergleichbar mit dem Öffnen der Tür eines Autos, das mit hoher Geschwindigkeit fährt. Dennoch wurde das Flugzeug nach dem Vorfall nicht schwer beschädigt, und sogar die Tür blieb intakt.
Berichten zufolge war Leandro Andres Bertazzo ein Pilot mit langjähriger Erfahrung, der über eine Verkehrspilotenlizenz (ATP), eine kommerzielle Pilotenlizenz der ersten Klasse und eine Fluglehrerlizenz verfügte. Während seiner Laufbahn arbeitete er auch im benachbarten Chile. Die Strafverfolgungsbehörden setzen ihre Ermittlungen fort, um alle Umstände des Vorfalls zu klären.

















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