Jude Bellingham: "Ich habe die Auszeichnung zum Man of the Match nicht verdient"

Englands junger Star Jude Bellingham bewertete seine Leistung nach dem Spiel gegen Ghana (0:0) im Rahmen der Weltmeisterschaft 2026 kritisch. Obwohl der Real Madrid Mittelfeldspieler zum Man of the Match gewählt wurde, betonte er, dass es fairer gewesen wäre, wenn einer der Verteidiger der gegnerischen Mannschaft diesen Preis erhalten hätte. In der Partie in Boston hatten die Engländer große Schwierigkeiten, die ghanaische Defensive zu durchbrechen. Laut Goal.com berichtet, .
Die englische Nationalmannschaft unter Thomas Tuchel konnte die disziplinierte Abwehrreihe, die vom ehemaligen Real Madrid Trainer Carlos Queiroz organisiert wurde, nicht knacken. In seinem Interview nach dem Spiel äußerte Bellingham überraschend aufrichtige Gedanken und lehnte die individuelle Auszeichnung ab. Laut Goal.com sah sich der Fußballer dieser Anerkennung nicht würdig.
"Um ehrlich zu sein, habe ich es nicht verdient. Die Auszeichnung hätte einem der ghanaischen Spieler gegeben werden sollen, die sehr gut verteidigt haben. Es war schwierig, ins Spiel zu finden; ich danke denen, die abgestimmt haben, aber die Gegner haben heute einen großartigen Job gemacht", bemerkte der 22-jährige Mittelfeldspieler.
Historischer Rekord und das "Zweitspiel-Fieber"
Obwohl das Spiel nicht das erwartete Ergebnis brachte, hatte diese Begegnung für Bellingham in Bezug auf seine persönlichen Statistiken eine historische Bedeutung. Im Alter von 22 Jahren und 359 Tagen wurde er zum jüngsten Spieler, der 50 Länderspiele für die englische Nationalmannschaft bestritt. Damit gelang es ihm, den Rekord des legendären Wayne Rooney zu brechen.Bellingham betonte jedoch, dass Teamergebnisse wichtiger seien als persönliche Erfolge. Er erwähnte auch Englands Tradition des "Zweitspiel-Fiebers" bei großen Turnieren. Zu Ihrer Information: Die Engländer haben in der zweiten Runde von vier aufeinanderfolgenden großen Turnieren Unentschieden gespielt. Diese Serie hält seit dem Spiel gegen Schottland bei der Euro 2020 an.
Während des Spiels kochten auch die Emotionen hoch. In der Halbzeitpause kam es zu einer kleinen Auseinandersetzung zwischen Bellingham und Ghana-Trainer Carlos Queiroz. Queiroz war unzufrieden mit dem Foul des Spielers gegen Jerome Opoku. Nach dem Spiel erklärte der Trainer, dass die Situation lediglich professionelle Emotionen gewesen seien und dass Fußball "nicht für diejenigen ist, die in Smokings tanzen, sondern für mutige Menschen".
Auch die englische Offensive konnte an diesem Abend nicht überzeugen. Kapitän Harry Kane konnte Torhüter Benjamin Asare kaum gefährden. Insbesondere Kanes Unfähigkeit, am Ende des Spiels ins leere Tor zu treffen, verdeutlichte die offensiven Probleme der Engländer. Nun müssen Tuchels Schützlinge im letzten Gruppenspiel alles geben, um den Einzug in die nächste Runde zu sichern.


















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