Die „Messi-Abhängigkeit“ in der argentinischen Nationalmannschaft: Ist es gefährlich, dass sich die Meister nur auf Leo verlassen?

Obwohl die argentinische Nationalmannschaft hervorragend in die Weltmeisterschaft 2026 gestartet ist, bereitet ein Aspekt des Spiels Experten Sorgen. Lionel Messi hat bereits zu Beginn des Turniers fünf Tore erzielt, doch keiner seiner Teamkollegen konnte bisher ein Tor beisteuern. Diese Situation zeigt, dass das Spielsystem des amtierenden Weltmeisters immer noch komplett von einer Person abhängig ist. Dies berichtet Goal.com berichtet .
Es ist kein Geheimnis, dass der Trainerstab um Lionel Scaloni seine Spielphilosophie um den alternden Superstar herum aufgebaut hat. Diese Strategie hat sich ausgezahlt: „La Albiceleste“ hat zweimal in Folge die Copa América gewonnen und gilt nun als einer der Top-Favoriten auf den zweiten Weltmeistertitel. Aus diesem Grund gibt es in Argentinien keine Debatte darüber, sich auf einen Stürmer zu verlassen, der sich in der letzten Phase seiner Karriere befindet.
Messi ist nicht nur ein Spieler, sondern ein ganzes System
Der berühmte Stürmer Zlatan Ibrahimović würdigte Messis Bedeutung für das Team in einem Interview mit Fox Sports. Seiner Meinung nach ist Lionel nicht nur der beste Spieler für Argentinien, sondern ein ganzes System. „Größe bedeutet nicht, dass alles von dir abhängt, sondern dass alle besser spielen, weil du da bist“, betonte die schwedische Legende.Im Laufe der Jahre hat Messi Zweifel an seinen Führungsqualitäten ausgeräumt. Er ist heute nicht nur eine Quelle für Tore und Vorlagen, sondern ein echter Anführer, der seine Teamkollegen an das Unmögliche glauben lässt. Wie sich das Team jedoch schlägt, wenn Messi nicht auf dem Platz steht, bleibt die größte Frage vor der K.-o.-Phase.
Der nächste Test und Kader-Rotation
Das letzte Gruppenspiel gegen Jordanien wird für Scaloni voraussichtlich ein wichtiges Testfeld sein. Nach den Siegen gegen Algerien und Österreich hat sich Argentinien bereits vorzeitig den ersten Platz in der Gruppe gesichert. Dies gibt dem Trainer die Möglichkeit, seinem Hauptstar eine Pause zu gönnen und andere Stürmer zu testen.Inter Miami gab Ende Mai bekannt, dass Messi unter Muskelermüdung leidet. Acht Spiele in fünf Wochen zu bestreiten, kann für den 37-Jährigen körperlich anstrengend sein. Daher ist das Spiel gegen Jordanien eine Chance für andere Stürmer, sich zu beweisen und sich zumindest teilweise von der „Messi-Abhängigkeit“ zu lösen.
Lionel Messi führt derzeit das Rennen um den „Goldenen Schuh“ des Turniers an. Diese Auszeichnung ist eine der wenigen Errungenschaften, die noch in seiner reichen Sammlung fehlen. Für den Gesamterfolg des Teams wird es jedoch entscheidend sein, dass auch andere Stürmer „aufwachen“ und die Verantwortung für das Toreschießen übernehmen.

















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