NASA plant, Mondmissionen an private Unternehmen auszulagern

Die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA plant, bis zum Jahresende im Rahmen des Programms Commercial Lunar Payload Services (CLPS) drei neue Mondmissionen in Auftrag zu geben. Wie Ixbt.com berichtet, wird die Raumfahrtbehörde im Rahmen dieser Initiative private Unternehmen dafür bezahlen, wissenschaftliche Instrumente und Ausrüstung zum Mond zu liefern. Dies gilt als wichtiger Schritt für die Entwicklung künftiger Weltrauminfrastruktur, wie Ixbt.com berichtet .
Nach Angaben der Leiter von Firefly Aerospace und Intuitive Machines auf Finanzkonferenzen werden zwei der drei bevorstehenden Aufträge Landefahrzeuge betreffen. Der dritte Auftrag sieht Bildgebungs- und Kartierungsdienste aus der Mondumlaufbahn vor, was wiederum historisch bedeutsame Veränderungen einleiten könnte.
Wer wird das LRO-Raumschiff ersetzen?
Intuitive-Machines-Chef Steve Altemus stellte klar, dass es um ein modernes Raumfahrzeug geht, das die Mondoberfläche kartieren und das 2009 gestartete, bewährte Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) ersetzen soll. Die wissenschaftliche Gemeinschaft weist seit mehreren Jahren darauf hin, dass der LRO, dessen verlängerte Mission derzeit mindestens bis 2028 geplant ist, zunehmend veraltet und ein Nachfolger mit modernen wissenschaftlichen Instrumenten benötigt wird.Obwohl NASA die Einzelheiten des bevorstehenden Auftrags für ein Orbitalfahrzeug noch nicht offiziell bekannt gegeben hat, bereiten sich private Marktteilnehmer aktiv auf diese Aufgabe vor. Firefly hat beispielsweise angekündigt, einen kommerziellen Mondbildgebungsdienst namens Ocula zu entwickeln. Dessen Kameras sollen auf mobilen Elytra-Plattformen installiert werden, die gemeinsam mit Blue Ghost-Landefahrzeugen unterwegs sind.
Unternehmenspotenzial und das CLPS-Programm
Intuitive Machines verfügt über Erfahrung mit dem Betrieb der hochauflösenden Kamera an Bord des LRO und steuert außerdem den Betrieb der ShadowCam-Kamera auf dem südkoreanischen Mondorbiter Danuri. Das CLPS-Programm geht derzeit von Einzelanfertigungen zur Serienproduktion über, und Firefly sowie Intuitive Machines haben jeweils vier Landemissionen gewonnen.Diese vier Raumfahrzeuge müssen identische Instrumentensätze mitführen. Das Hauptziel des Programms besteht darin zu testen, wie schnell die Unternehmen standardisierte Mondplattformen produzieren können. Während Intuitive Machines seine Produktionsanlagen in Houston deutlich erweitert hat, vergrößerte Firefly auch seine Reinraumfläche um mehr als das Vierfache.
Künftige milliardenschwere Verträge
Als nächste Stufe wird der Start des Programms CLPS 2.0 erwartet. Dieser neue Vertrag könnte über einen Zeitraum von zehn Jahren maximal 10 Milliarden Dollar umfassen. Zudem besteht die Möglichkeit, die Laufzeit um weitere 15 Jahre zu verlängern und den Gesamtwert auf 15 Milliarden Dollar zu erhöhen.Im Rahmen dieser finanziellen und technischen Möglichkeiten entwickeln private Unternehmen Raumfahrzeuge für schwerere Nutzlasten. Das Nova-D-Raumschiff von Intuitive Machines könnte beispielsweise etwa 500 Kilogramm Fracht liefern, während seine Version mit drei Triebwerken für den Transport von bis zu einer Tonne ausgelegt ist. Firefly entwickelt ebenfalls eine skalierbare Version von Blue Ghost mit einer Nutzlastkapazität von mehreren Tonnen.

















Kommentare 0
…