Warum hat Del Bosque das Meisterteam von 2010 nicht mit dem aktuellen verglichen?

Warum hat Del Bosque das Meisterteam von 2010 nicht mit dem aktuellen verglichen?

Die spanische Nationalmannschaft hat nach 16 Jahren wieder das Finale der Weltmeisterschaft erreicht. Doch Vicente del Bosque, der dem Land 2010 den ersten WM-Titel bescherte, weigerte sich, die aktuelle Generation mit seinem Meisterteam zu vergleichen.

Nach Ansicht des ehemaligen Trainers liegt die größte Stärke des Spaniens von Luis de la Fuente nicht nur in der Startelf. Das Team hat fast 26 Spieler, die eingewechselt werden können und das Spiel entscheiden können.

„Die Größe des aktuellen Teams ist, dass sie 26 sind“

Del Bosque betonte, dass ein direkter Vergleich zwischen der spanischen Generation von 2010 und der heutigen nicht fair wäre.

„Ich kann mein Team nicht mit dem aktuellen vergleichen. Es sind jetzt 26 Spieler im Kader, und fast alle sind bereit zu spielen.“

Spaniens Kader für die WM 2026 besteht tatsächlich aus 26 Spielern. Del Bosque glaubt, dass die Hauptstärke des aktuellen Teams in seiner Tiefe und den vielfältigen taktischen Lösungen liegt.

Dies ermöglicht es de la Fuente, während des Spiels den Stil zu ändern, einen müden Spieler durch einen gleichwertigen Partner zu ersetzen und je nach Gegner einen neuen Plan zu wählen.

Yamal und Williams haben ihren Höhepunkt noch nicht erreicht

Der ehemalige Trainer wies darauf hin, dass die wichtigsten Flügelspieler Spaniens, Lamine Yamal und Nico Williams, nach Verletzungen zur WM angereist sind.

Dennoch haben beide Spieler während des Turniers auf hohem Niveau agiert.

„Obwohl Lamine Yamal und Nico Williams ihre Bestform noch nicht erreicht haben, spielen sie auf einem sehr hohen Niveau“, sagte Del Bosque.

Aufgrund von Verletzungen konnte Spanien von Beginn des Turniers an nicht die beste Version seiner Flügelspieler nutzen. Del Bosques Meinung nach zeigt die Tatsache, dass das Team dennoch Ergebnisse erzielt, die Stärke des Kaders umso deutlicher.

Oyarzabals unauffällige Rolle

Del Bosque hob Mikel Oyarzabal als einen der wichtigsten Spieler des aktuellen spanischen Teams hervor.

„Oyarzabal bewegt sich sehr gut zwischen den Linien und spielt auch vor dem Tor souverän.“

Der Stürmer wartet nicht immer wie ein klassischer Mittelstürmer im Strafraum. Er lässt sich zurückfallen, verbindet sich mit dem Mittelfeld, zieht Verteidiger auf sich und schafft Räume für Yamal, Dani Olmo oder Álex Baena.

Der ehemalige Trainer lobte auch Baenas Beitrag zur Startelf. Dies zeigt, dass Spanien nicht von ein oder zwei Stars abhängig ist.

Im Finale 2010 reichte ein einziges Tor

Spanien unter der Leitung von Del Bosque besiegte die Niederlande im WM-Finale 2010 mit 1:0.

In der regulären Spielzeit fielen keine Tore, und in den letzten Minuten der Verlängerung erzielte Andrés Iniesta den entscheidenden Treffer. So wurde Spanien zum ersten Mal in seiner Geschichte Weltmeister.

Dieses Team ging mit Spielern wie Xavi, Iniesta, Iker Casillas, Sergio Ramos und David Villa in die Geschichte ein. Die aktuelle Generation nähert sich mit einem anderen Stil und neuen Helden dem zweiten Stern.

Spanien steht nun vor der größten Prüfung

Im Finale der WM 2026 trifft Spanien auf den amtierenden Weltmeister Argentinien. Das Spiel findet am 19. Juli im New York New Jersey Stadium statt und beginnt um 00:00 Uhr Taschkenter Zeit am 20. Juli.

Das Team von 2010 schrieb seine Geschichte mit einem Schuss von Iniesta. Jetzt haben Yamal, Oyarzabal, Baena und ihre Teamkollegen die Möglichkeit, ein neues Kapitel für den spanischen Fußball aufzuschlagen.

Del Bosque hat die beiden Generationen nicht verglichen. Aber eines ist aus seinen Worten klar: Das aktuelle Spanien hat einen ausreichend starken und breiten Kader, um den zweiten Weltmeistertitel zu gewinnen.

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