Ian Garry vor dem Kampf gegen Makhachev: „Online-Hass ist fake“

Ian Machado Garry hat vor dem größten Kampf seiner Karriere auf die heftige Kritik im Internet reagiert. Der irische Kämpfer ist der Ansicht, dass Hass in sozialen Netzwerken nicht die Haltung der Menschen im echten Leben widerspiegelt – bei persönlichen Begegnungen erlebt er stattdessen Freundlichkeit und Respekt.
Der 28-jährige Kämpfer tritt am 15. August im Hauptkampf von UFC 330 gegen den Weltergewichtschampion Islam Makhachev an. Der Kampf in Philadelphia ist für Garry die erste Gelegenheit, den UFC-Titel zu gewinnen.
„Was online gesagt wird, bleibt online“
Garry betonte, dass zwischen Diskussionen in sozialen Netzwerken und der Haltung der Menschen im echten Leben ein großer Unterschied besteht.
„Der Umgang mit Kämpfern im Internet ist völlig künstlich. Gegen mich gab es hasserfüllte Aussagen, aber wenn ich Menschen persönlich treffe, zeigen sie mir nur Freundlichkeit und Respekt. Das ist eine Show. Alles ist fake.“
Der irische Kämpfer sagte, dass er Online-Kommentare nicht als Realität betrachtet, die sein Privatleben beeinflusst.
„Ich beachte das überhaupt nicht. Alles, was online gesagt wird, bleibt online.“
Garry hat bereits früher betont, dass sich die Haltung der Öffentlichkeit im Internet und im echten Leben deutlich unterscheiden kann. Seinen Worten zufolge gibt es in den sozialen Netzwerken zwar viele scharfe Kritiker, doch seine persönlichen Treffen mit Fans verliefen fast immer positiv.
Die Kritik erreichte seine Familie
Die Online-Kampagne gegen Garry nahm Ende 2023 und Anfang 2024 besonders heftige Ausmaße an. Damals richtete sich die Kritik nicht nur gegen die Ergebnisse des Kämpfers oder seine Leistungen im Oktagon, sondern auch gegen seine Ehefrau Layla und weitere Familienmitglieder.
Der Kämpfer räumte später ein, dass diese Zeit für seine Familie schwer gewesen sei. Er akzeptiere Kritik an seiner Person als Teil des Sports, doch Angriffe auf Angehörige, die nichts mit dem Kampf zu tun haben, seien eine völlig andere Grenze.
Die Situation eskalierte so weit, dass Garry einige seiner Social-Media-Konten auf privat stellen und die Kommentare unter seinen Instagram-Posts vorübergehend deaktivieren musste.
Nun erklärt er, dass er diese Ereignisse nicht mehr als Ablenkung betrachtet, sondern als Teil des künstlichen Hypes, der um einen Kämpfer erzeugt wird.
Warum ist die Meinung über Garry so gespalten?
Während seiner UFC-Karriere stand Ian Garry nicht nur wegen seiner Kämpfe im Mittelpunkt, sondern auch wegen seiner hohen Selbsteinschätzung und seiner selbstbewussten Aussagen.
Seine provokanten Äußerungen wecken bei einem Teil der Fans Interesse, während sie bei anderen eine negative Reaktion hervorrufen. Der irische Kämpfer selbst betrachtet diese Polarisierung als festen Bestandteil der Vermarktung großer Sportereignisse und Kämpfe.
Trotzdem hat Garry mehrfach betont, dass die Verbreitung unbestätigter Informationen über sein Privatleben oder seine Familie nicht mit gewöhnlichem Trash-Talk vor einem Kampf gleichgesetzt werden sollte.
Nun wird alles im Oktagon entschieden
In der offiziellen UFC-Rangliste ist Garry die Nummer eins der Weltergewicht-Herausforderer. In seiner Profikarriere bestritt er 18 Kämpfe und verbuchte 17 Siege sowie eine Niederlage.
Islam Makhachev ist dagegen Weltergewichtschampion und einer der höchstbewerteten Kämpfer in der UFC-Pound-for-Pound-Rangliste. Seine Bilanz: 28 Siege, eine Niederlage und 16 Erfolge in Folge.
Der Kampf am 15. August wird Makhachevs erste Titelverteidigung im Weltergewicht sein. Für Garry bietet sich die Chance, die Debatten im Internet, die Kritik und die provokanten Aussagen mit einem einzigen Ergebnis in den Hintergrund zu rücken.
Im Internet kann jeder seine Meinung schreiben. Im Oktagon gibt es jedoch keinen Kommentarbereich – dort bleiben nur zwei Kämpfer und ihre Vorbereitung. Hinterlassen Sie Ihre Meinung in den Kommentaren und teilen Sie den Artikel mit Sportfans auf Telegram oder anderen sozialen Netzwerken!


















Kommentare 0
…