Jorge Jesus: Fünf Ballon d'Ors gewähren Cristiano keine Privilegien

Jorge Jesus: Fünf Ballon d'Ors gewähren Cristiano keine Privilegien

Der neue Cheftrainer der portugiesischen Nationalmannschaft, Jorge Jesus, hat den 25-Mann-Kader für die kommenden Spiele der Nations League bekannt gegeben. Zusammen mit der Kaderbekanntgabe machte der 72-jährige Trainer seinen festen Standpunkt bezüglich Mannschaftskapitän Cristiano Ronaldo deutlich. Jorge Jesus betonte, dass vergangene Erfolge und individuelle Auszeichnungen keinen Platz in der Startelf garantieren. Dies berichtet Goal.com berichtet .

Laut Goal.com betonte der erfahrene Trainer auf einer Pressekonferenz nachdrücklich, dass jeder Spieler in der Nationalmannschaft seinen Platz ausschließlich durch seine Leistungen im aktuellen Training und in den Spielen rechtfertigen müsse. Seiner Meinung nach sei es für Cristiano Ronaldo angebracht, sich auf monumentale persönliche Meilensteine, wie das Erreichen von 1000 Toren, primär auf Vereinsebene zu konzentrieren, während in der Nationalmannschaft nur die aktuelle Form zähle.

Strenge Prinzipien bei der Kaderselbstwahl

Als Journalisten nach dem Druck um Ronaldo und seinem Status fragten, stellte Jorge Jesus klar, dass es keine Privilegien geben werde. Vor der Kaderbekanntgabe gab es kein privates Gespräch zwischen dem Trainer und dem Spieler, die bereits früher zusammengearbeitet haben. Aus Sicht des Trainers bieten die Geschichte und vergangene Erfolge keine Immunität davor, bei einem Leistungsabfall auf die Bank gesetzt zu werden.

„Cris ist ein Spieler wie jeder andere auch. Wenn er gut trainiert, spielt er; wenn er nicht gut spielt, spielt er nicht“, sagte Jorge Jesus. Der Trainer fügte hinzu, dass er den besonderen Status des Spielers als fünffacher Ballon d'Or-Gewinner zwar nicht leugne, dies aber im Entscheidungsprozess völlig irrelevant sei.

Neuer taktischer Ansatz

Neben der Klärung der Situation um Cristiano Ronaldo enthüllte Jorge Jesus auch einen einzigartigen taktischen Spielstil, der sich stark von der Ära des ehemaligen Trainers Roberto Martinez unterscheidet. Demnach bevorzugt der neue Cheftrainer ein System mit zwei zentralen Stürmern anstelle von drei Mittelfeldspielern. Dies erfordert eine grundlegende Neubewertung der primären Angriffsaufgaben in der Nationalmannschaft.

Der Wettbewerb in der portugiesischen Nationalmannschaft wird im Hinblick auf die ersten Spiele der Nations League als härter denn je erwartet. Die kompromisslose und faire Auswahlpolitik von Jorge Jesus verlangt nicht nur vom Kapitän, sondern von allen Teammitgliedern, noch härter an sich zu arbeiten. Die kommenden Spiele werden zeigen, wie sich diese entschlossenen Schritte des Trainers auf die Ergebnisse der Mannschaft in dieser wichtigen Phase der Saison auswirken werden.

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