Base Power beginnt mit der Lösung der Krise im größten US-Stromnetz

Base Power beginnt mit der Lösung der Krise im größten US-Stromnetz

Base Power, eines der vielversprechendsten Energie-Startups der USA, hat mit dem Verkauf seiner groß angelegten Heimspeichersysteme in Illinois begonnen. Dieser Schritt erweitert nicht nur die Reichweite des Unternehmens, sondern markiert auch den ersten Markteintritt in das Gebiet von PJM Interconnection, dem größten Stromnetzbetreiber des Landes. Diese Region ist aufgrund der rasanten Zunahme von data-centers mit einem ernsthaften Energiemangel konfrontiert. Dies berichtet Techcrunch.com berichtet .

Das von PJM verwaltete Gebiet, einschließlich Nord-Virginia, zählt zu den Regionen mit der weltweit höchsten Dichte an data-centers. Infolge fehlender neuer Energiequellen und steigender Nachfrage haben sich die Großhandelspreise für Strom in der Region im letzten Jahr fast verdoppelt. Wie Canary Media berichtet, ist die Lage so kritisch, dass AEP, einer der größten Versorger der Region, mit einem Marktaustritt droht.

Virtuelle Kraftwerke und innovative Ansätze

Base Power wurde vor zwei Jahren in Texas gegründet und verfolgt das Konzept, ein virtuelles Kraftwerk auf Basis von Heimspeichern zu schaffen. Die vom Unternehmen angebotenen Batterien beginnen bei einer Kapazität von 25 kWh, was größer ist als bei vielen Konkurrenzprodukten auf dem Markt. Wichtig ist, dass Base Power die Batterien nicht nur verkauft, sondern von den Kunden verlangt, den Strom direkt von ihnen zu beziehen.

In Illinois liegen die Tarife des Unternehmens 25 Prozent unter den Preisen des lokalen Versorgers ComEd. Dies ist sowohl für die Verbraucher als auch für die Netzstabilität vorteilhaft. Das Startup lädt die Batterien bei günstigen Strompreisen auf und speist die gespeicherte Energie ein, wenn die Netzlast steigt und Energieengpässe auftreten.

Bürokratische Hürden umgehen

Der Betreiber PJM hatte die Prüfung von Anträgen für den Anschluss neuer Energiequellen an das Netz im Jahr 2022 gestoppt und diesen Prozess erst im April dieses Jahres wieder aufgenommen. Dank seines Geschäftsmodells gelingt es Base Power jedoch, diese bürokratischen Warteschlangen zu umgehen. Firmengründer und CEO Zach Dell erklärt, dass keine neuen Netzanschlussgenehmigungen erforderlich sind, da die Batterien direkt in den Haushalten an bestehenden Anschlusspunkten installiert werden.

Das Wachstumstempo des Unternehmens zieht große Investoren an. Im Oktober wurden in einer von Addition angeführten Investitionsrunde 1 Milliarde Dollar eingesammelt, nachdem zuvor Giganten wie Andreessen Horowitz (a16z), Lightspeed Venture Partners und Valor Equity Partners 200 Millionen Dollar in das Startup investiert hatten. Derzeit verfügt Base Power allein in Texas über eine Speicherkapazität von mehr als 500 MWh und plant, diese Erfahrung landesweit auszurollen.

Dieses Projekt könnte ein wichtiges Modell sein, um den wachsenden Energiebedarf und die Engpässe durch data-centers nicht nur in den USA, sondern weltweit zu decken. Der Beitrag privater Haushalte zur allgemeinen Netzstabilität wird dazu beitragen, die Abhängigkeit von traditionellen Kraftwerken in Zukunft zu verringern.

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