Katalyst verlangsamt Raumfahrzeug und setzt Swift-Mission fort

Katalyst verlangsamt Raumfahrzeug und setzt Swift-Mission fort

Katalyst Space Technologies hat einen wichtigen Durchbruch erzielt: Das außer Kontrolle geratene Raumfahrzeug Link soll gestoppt und stabilisiert werden. Laut ixbt.com gelang es den Ingenieuren, die Rotationsgeschwindigkeit des in den Notfallmodus gewechselten Satelliten fast um das Sechsfache zu reduzieren. Damit setzen sie die Mission zur Rettung des berühmten Weltraumteleskops der NASA fort. Darüber berichtet Ixbt.com.

Das Raumfahrzeug Link wurde am 3. Juli dieses Jahres mit einer Pegasus-Rakete ins All gestartet. Am 28. Juli wechselte es jedoch aufgrund technischer Störungen in einen mehrachsigen Rotationsmodus und verlor vollständig seine Orientierung. Zum Zeitpunkt des Vorfalls drehte sich der Rumpf mit einer Geschwindigkeit von etwa 9 Grad pro Sekunde.

Durch das Einschalten eines der Elektromotoren konnten die Experten diese gefährliche Rotationsgeschwindigkeit auf 1,47 Grad pro Sekunde reduzieren. Dabei wurden weniger als 100 Gramm Treibstoff verbraucht. Dadurch konnte das Unternehmen wertvolle Ressourcen für künftige Operationen sparen.

Softwareupdate und nächste Schritte

Link bereitet sich derzeit in seiner aktuellen Konfiguration auf die nächste Phase vor. In den kommenden Tagen wollen die Katalyst-Ingenieure ein "umfassendes Softwareupdate" auf das Raumfahrzeug laden. Es soll eine direkte Steuerung der Orientierung des Geräts im All ermöglichen und den Experten die vollständige Kontrolle zurückgeben.

Danach will das Unternehmen zu seinem Plan zurückkehren, sich dem Röntgen-Weltraumobservatorium Neil Gehrels Swift Observatory der NASA zu nähern. Die Gründe für den Orientierungsverlust von Link sind weiterhin nicht vollständig geklärt. Nach dem Vorfall fielen zwei der drei Reaktionsräder aus, während die Triebwerke des Lageregelungssystems nur noch teilweise funktionierten.

Kritische Situation für das Swift Observatory

Die Kosten der Weltraumoperation belaufen sich auf 30 Millionen US-Dollar. Für Katalyst ist es der erste Versuch in der Unternehmensgeschichte, ein anderes Raumfahrzeug einzufangen und seine Umlaufbahn zu verändern. Für das 22 Jahre alte Swift Observatory ist diese Mission eine Frage von Leben und Tod, da es seine Umlaufbahn nicht selbstständig korrigieren kann.

Wenn Link es nicht rettet, würde das Teleskop Ende 2026 oder Anfang 2027 zwangsläufig seine Umlaufbahn verlassen. Am 9. August befand sich Swift knapp unterhalb der Marke von 350 Kilometern. Die Anhebung seiner Umlaufbahn muss beginnen, bevor die Höhe unter 300 Kilometer fällt. Diese kritische Grenze wird voraussichtlich nicht vor Oktober unterschritten.

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