KI sucht nach neuen Materialien, die Mikrochips vor Überhitzung schützen

Moderne Chips, die KI-Aufgaben ausführen, erzeugen so viel Wärme, dass Rechenzentren große Mengen Strom verbrauchen und komplexe Kühlsysteme benötigen. Wie TechCrunch berichtet, wenden sich Unternehmer zur Lösung dieses Problems erneut an die KI selbst. Das Startup Discovered Materials hat angekündigt, KI-Agenten einzusetzen, um neue Materialien für effizientere integrierte Schaltkreise zu finden. Techcrunch.com berichtet .
Das neue Unternehmen teilte mit, dass es das Programm von Y Combinator erfolgreich abgeschlossen und eine von Lightspeed India Partners angeführte Seed-Finanzierungsrunde über 9 Millionen US-Dollar abgeschlossen habe. Das Projekt erhielt außerdem Investitionen von Peak XV Partners sowie von den bekannten Angel-Investoren Paul Graham, Gokul Rajaram und Tariq Shipar. Die Gründer Advayt Sridhar und Akash Ramdas bündeln ihre Erfahrungen: Ramdas hat an der Stanford University in Materialwissenschaften promoviert, während Sridhar bei Persona AI und Luma Labs an Agenten arbeitete.
Materialsuche mit KI
Die Gründer entwickelten eine Pipeline zur Generierung von Ideen für neue Materialien, indem sie Anthropic-Modelle in spezieller Software einsetzen. Anschließend führen sie selbst trainierte Modelle der Grundlagenphysik aus, um zu prüfen, ob die Kandidatenmaterialien tatsächlich vielversprechend sind. Laut Sridhar überprüfte Ramdas während seiner Promotion etwa 20 Hypothesen pro Tag, während diese Agenten heute Tausende von Ideen testen, da sie rund um die Uhr in der Cloud arbeiten.Discovered Materials hat inzwischen Hunderte neuer Materialproben vorgestellt sowie die Plattform Material Discovery Bench, mit der sich verfolgen lässt, wie fortschrittliche Modelle diese Aufgabe bewältigen. Zwar haben auch Unternehmen wie MatNex, SandboxAQ und CuspAI ähnliche Initiativen gestartet, doch Discovered Materials hofft, sich durch die besondere Konzentration auf die Wärmeprobleme von Halbleitermaterialien durchzusetzen.
Technische Herausforderungen und Perspektiven
Das Startup behauptet, bereits mehrere neue Stoffe entdeckt zu haben, deren Eigenschaften denen bestehender Materialien entsprechen, die von großen Chipherstellern verwendet werden. Einzelheiten legt das Unternehmen jedoch nicht offen. Eine zentrale technische Herausforderung besteht darin, dass die Herstellung eines Chips aus einem Material, das die Wärmeentwicklung reduziert oder Wärme ableitet, äußerst schwierig sein kann. Zudem könnten sich seine elektrischen Eigenschaften verschlechtern.Hemant Moxapathra, Partner bei Lightspeed und Leiter der Finanzierungsrunde, erklärte, dies ähnele einem Rätsel, bei dem man mit Atomstrukturen arbeitet. Ein Material ist in der Praxis nur dann nützlich, wenn alle Eigenschaften gleichzeitig passen. Moxapathra zufolge wird die Vorhersage neuer Materialien mit der Weiterentwicklung der Modelle zu einer gewöhnlichen Dienstleistung werden. Der Vorteil von Discovered Materials liege jedoch in der tiefen Erfahrung der Gründer und ihrer Fähigkeit, schnell Experimente durchzuführen.

















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