Entferntester Punkt der Erdumlaufbahn: Am 6. Juli verlangsamt sich die Bewegung unseres Planeten

Entferntester Punkt der Erdumlaufbahn: Am 6. Juli verlangsamt sich die Bewegung unseres Planeten

Am 6. Juli dieses Jahres passiert die Erde den Punkt ihrer Umlaufbahn, der am weitesten von der Sonne entfernt ist — den Aphel-Punkt. Infolge dieses astronomischen Ereignisses sinkt die Bewegungsgeschwindigkeit unseres Planeten im Weltraum auf den niedrigsten Wert des Jahres. Dieser Prozess ist Teil der Naturgesetze und wird jährlich Anfang Juli beobachtet. Ixbt.com berichtet darüber.

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf Daten des Moskauer Planetariums beträgt die Entfernung zwischen Erde und Sonne an diesem Tag etwa 152,1 Millionen Kilometer. Zum Vergleich: Im Januar, wenn unser Planet der Sonne am nächsten ist (Perihel-Punkt), verringert sich diese Entfernung auf 147 Millionen Kilometer. Die Zunahme der Entfernung wirkt sich direkt auf die Orbitalgeschwindigkeit unseres Planeten aus.

Geschwindigkeitsabnahme und Keplersches Gesetz

Am 6. Juli sinkt die Orbitalgeschwindigkeit der Erde auf 29,27–29,29 Kilometer pro Sekunde. Im Vergleich zu den Januarwerten ist dies ein deutlicher Unterschied — damals betrug die Geschwindigkeit 30,27–30,29 Kilometer pro Sekunde. Solche Veränderungen werden durch das zweite Gesetz des deutschen Astronomen Johannes Kepler erklärt: Je näher ein Planet der Sonne ist, desto schneller bewegt er sich, und umgekehrt.

Da die Erdumlaufbahn kein perfekter Kreis, sondern eine gestreckte Ellipse ist, variiert die Entfernung zur Sonne im Laufe des Jahres. Während des Aphels ist die Erde weiter von der Sonne entfernt, wodurch die Anziehungskraft der Sonne etwas abnimmt und der Planet langsamer wird.

Veränderungen im Erscheinungsbild der Sonne

Da die Entfernung ihr Maximum erreicht, ist am 6. Juli der scheinbare Durchmesser der Sonne am Himmel am kleinsten im Jahresverlauf. Natürlich ist diese Veränderung mit bloßem Auge schwer zu erkennen, jedoch kann mit speziellen astronomischen Geräten die Verkleinerung der Sonnenscheibe festgehalten werden.

Viele Menschen haben den Irrglauben, dass eine größere Entfernung von der Sonne zu kälterem Wetter führen müsste. In der Realität hängt die Tatsache, dass die Nordhalbkugel, einschließlich Usbekistans, derzeit die heiße Sommerperiode erlebt, mit der Neigung der Erdachse zusammen. Eine Entfernungszunahme von mehreren Millionen Kilometern hat weniger Einfluss als der Wechsel der Jahreszeiten.

Dieses Ereignis ist für Astronomen und Weltraumbegeisterte bei der Erforschung der komplexen Mechanismen unseres Planeten von Bedeutung. Die Verlangsamung und Entfernung der Erde stellt keine Gefahr für die menschliche Gesundheit oder das tägliche Leben dar — sie ist Teil des Gleichgewichts im Kosmos.

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