Wie zieht Russland Studenten in den Krieg?

Russland verstärkt die Einberufung von Studenten aus Universitäten, Hochschulen und technischen Schulen in die Armee, um die wachsenden Verluste im Ukraine-Krieg auszugleichen. Ihnen wird der Dienst als Drohnenoperator als moderne, technologisch hochentwickelte und relativ sichere Richtung propagiert.
Laut BBC-Daten halten diese Versprechen in der Praxis jedoch nicht immer. Der 23-jährige Valeri Awerin, der 18-jährige Wladislaw Gorbunow und Rachim Abdullin kamen kurz nach Unterzeichnung eines Vertrags als Drohnenoperator an der Front ums Leben.
Menschenrechtler weisen darauf hin, dass Studenten zwar einjähriger Dienst, hohes Gehalt und die Möglichkeit, das Studium fortzusetzen, versprochen wird, in der Praxis jedoch Militärverträge automatisch verlängert werden können. Zudem ist die Versetzung in Drohneneinheiten nicht garantiert, und junge Menschen können in andere Kampfeinheiten geschickt werden.
Laut BBC-Analyse haben Russlands bestätigte militärische Verluste 230.000 überschritten. Experten zufolge könnte die tatsächliche Zahl der Opfer jedoch nahe bei 500.000 liegen.
Laut einer BBC-Russian-Recherche werden in einigen Bildungseinrichtungen in Russland Studenten mit Studienproblemen oder dem Wunsch nach akademischer Beurlaub aktiv zum Abschluss von Militärverträgen gedrängt. Dies zeigt, dass der Krieg nicht nur an der Front, sondern auch im Bildungssystem tief eindringt.

















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