Neue 80 Millionen Jahre alte Kreaturart in Japan identifiziert

Japanische Wissenschaftler haben möglicherweise eine bisher der Wissenschaft unbekannte Art des Meeresreptils als Ergebnis neuer Forschungen an Fossilienresten identifiziert, die jahrzehntelang geheim gehalten worden waren. Dies berichtete die Kyodo Nachrichtenagentur.
Berichten zufolge analysierten Spezialisten der Okayama University of Science und anderer wissenschaftlicher Einrichtungen die in den 1990er Jahren gefundenen alten Überreste erneut. Zuvor war dieser Fund als zu Mosasauriern gehörend eingestuft worden — großen Meeresraubtieren, die während der Kreidezeit lebten.
Es wurde vermerkt, dass die Fossilienreste in den Jahren 1990–1992 im Gebiet der Stadt Kaizuka in Japan gefunden und bis heute im Naturkundemuseum in Kishiwada, Präfektur Osaka, aufbewahrt worden waren. Aufgrund fehlender technischer Möglichkeiten waren sie über viele Jahre nicht eingehend untersucht worden.
Dank neuer Technologien und wissenschaftlicher Fortschritte auf dem Gebiet der Paläontologie in den letzten Jahren gelang es den Spezialisten, die Überreste vorsichtig aus den Gesteinsschichten zu lösen und detailliert zu analysieren.
Im Laufe der Forschung identifizierten die Wissenschaftler drei charakteristische anatomische Strukturen im Oberkieferknochen des Tieres, die zuvor bei keiner Mosasaurierart verzeichnet worden waren. Es wurde zudem festgestellt, dass dieses etwa 6 Meter lange Meeresreptil die für andere Mosasaurier typische spezielle Rille für Blutgefäße nicht aufweist.
Experten betonen, dass gerade diese einzigartigen anatomischen Merkmale darauf hindeuten, dass dieser Fund zu einer neuen, der Wissenschaft bisher unbekannten Mosasaurierart gehören könnte.
Die Wissenschaftler planen, durch weitere Forschungen die Evolutionsgeschichte dieses seltenen Fundes und seine Rolle in der Entwicklung der Meeresreptilien genauer zu klären.

















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