Schottland vor einem historischen Schritt: Land startet erstmals eine Rakete vom eigenen Territorium ins All

Schottland vor einem historischen Schritt: Land startet erstmals eine Rakete vom eigenen Territorium ins All

Schottland bereitet sich darauf vor, zum ersten Mal in seiner Geschichte Satelliten vom eigenen Territorium aus ins All zu befördern. Das deutsche Unternehmen Rocket Factory Augsburg (RFA) hat die offizielle Genehmigung für den Start der RFA One Trägerrakete vom Weltraumbahnhof SaxaVord auf den Shetlandinseln erhalten und bereits mit den Vorbereitungen der Infrastruktur für den Flug begonnen. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .

Laut Informationen von ixbt.com ist dieses Projekt nicht nur für Schottland, sondern für die gesamte britische Raumfahrtindustrie von revolutionärer Bedeutung. Obwohl Großbritannien über ein entwickeltes Raumfahrtnetzwerk und große Satellitenhersteller verfügt, gab es bisher keinen aktiven Weltraumbahnhof, der Nutzlasten vom eigenen Boden aus in die Umlaufbahn bringen konnte. Ein erfolgreicher Start würde als historischer Erstflug von britischem Boden in die Geschichte eingehen.

Technische Möglichkeiten und die bevorstehende Mission

Die RFA One Rakete ist darauf ausgelegt, kleine und Mikrosatelliten mit einem Gewicht von bis zu 1300 kg in niedrige polare und sonnensynchrone Umlaufbahnen zu bringen. Solche Orbits sind ideal für Erdbeobachtungsgeräte, da sie regelmäßige Überflüge über bestimmte Gebiete des Planeten unter gleichbleibenden Lichtverhältnissen ermöglichen.

Beim Erstflug soll ein etwa 500 kg schwerer Erdbeobachtungssatellit eines skandinavischen Kunden in den Orbit gebracht werden. Nachdem die Raketenkomponenten in Schweden getestet wurden, werden sie zum Shetland-Archipel geliefert. Im Rahmen der Vorbereitungen wurde mit dem Bau eines Schutzperimeters im Wert von 120.000 Pfund Sterling am Weltraumbahnhof begonnen.

Fehlgeschlagener Versuch und neue Pläne

Es ist erwähnenswert, dass die RFA One Rakete bisher noch keinen erfolgreichen Flug absolviert hat. Erste Tests im August 2024 endeten mit einem unerwarteten Zwischenfall. Damals führte ein Sauerstoffbrand in einer der Turbopumpen dazu, dass die erste Stufe der Rakete in Flammen aufging und das Feuer auf alle 9 Triebwerke übergriff. Dieses Ereignis hat den Zeitplan der geplanten Mission erheblich verzögert.

Derzeit hat das Unternehmen eine maritime Lizenz beantragt, und als frühestmöglicher Starttermin wird der Juli dieses Jahres ins Auge gefasst. Um die Sicherheit der Anwohner zu gewährleisten, wird der Verkehr auf den Straßen der Insel Unst während des Starts eingeschränkt, wobei die Bewohner spezielle Genehmigungen erhalten.

Es wird erwartet, dass dieses Projekt eine wichtige Rolle auf dem europäischen Markt für kleine Trägerraketen spielen wird. Für den Weltraumbahnhof SaxaVord ist dies die erste echte Bewährungsprobe als neuer Raumflughafen für regelmäßige kommerzielle Starts. Wenn alles nach Plan verläuft, wird Schottland seinen festen Platz auf der globalen Raumfahrtkarte einnehmen.

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