Cash App zu 45 Millionen Dollar Strafe wegen mangelnden Nutzerschutzes verurteilt

Das US-Finanztechnologieunternehmen Block hat sich mit Behörden aus 46 Bundesstaaten auf einen Vergleich in Höhe von 45 Millionen Dollar geeinigt, um Kontroversen um seine beliebte Zahlungs-App Cash App beizulegen. Diese Einigung ist das Ergebnis umfangreicher Untersuchungen zu Sicherheitsmängeln und unzureichenden Maßnahmen gegen Betrug auf der Plattform, wie Techcrunch.com berichtet.
Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten argumentierten, dass Block Nutzer in die Irre geführt habe, indem das Unternehmen fälschlicherweise mit Sicherheit auf Bankniveau und fortschrittlicher Betrugserkennungstechnologie für Cash App geworben habe. Tatsächlich boten Lücken in der Plattform Kriminellen weitreichende Möglichkeiten. Laut Reuters hat das Unternehmen zwar kein Fehlverhalten eingeräumt, stimmte jedoch der Zahlung zu, um die Gerichtsverfahren zu beenden.
Schwerwiegende Sicherheitsmängel
Die Untersuchungen ergaben, dass Cash App es Nutzern ermöglichte, Konten ohne Angabe wichtiger Informationen wie Sozialversicherungsnummer oder Geburtsdatum zu eröffnen. Zudem erleichterte das Fehlen von Beschränkungen für die Anzahl der Konten pro Person es Betrügern, die Plattform für böswillige Zwecke zu nutzen. Solche Zustände widersprechen internationalen Standards für die Sicherheit digitaler Geldbörsen.Ein weiteres ernstes Problem betrifft den Kundensupport. Da die App keine offizielle Telefonnummer für den Support bot, waren Nutzer, die nicht auf ihre Konten zugreifen konnten oder Geld verloren hatten, gezwungen, im Internet nach Hilfe zu suchen. Infolgedessen riefen viele Menschen gefälschte „Kundensupport“-Nummern an, die von Betrügern betrieben wurden, was zu noch größeren Schäden führte.
Verschärfte Aufsicht durch Regulierungsbehörden
Heutzutage wenden sich viele Nutzer von traditionellen Bankdienstleistungen ab und nutzen Fintech-Apps wie Cash App. Dies hat staatliche Stellen dazu veranlasst, die Kontrolle über diesen Sektor zu verschärfen. Block wurde zuvor bereits vom Consumer Financial Protection Bureau (CFPB) zu einer Geldstrafe verurteilt. Damals musste das Unternehmen 175 Millionen Dollar zahlen, weil es Betrugsbeschwerden nicht untersucht hatte.Im Rahmen der neuen Vergleichsvereinbarung hat sich Block zu folgenden Verpflichtungen verpflichtet:
- Grundlegende Verbesserung der Maßnahmen zur Betrugsprävention auf der Cash App-Plattform;
- Einrichtung eines Kundensupports, der im Live-Chat oder telefonisch erreichbar ist;
- Verschärfung der Prozesse zur Kontoregistrierung und Identitätsprüfung.

















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