Archer Aviation übernimmt den ehemaligen Konkurrenten Wisk Aero

Archer Aviation übernimmt den ehemaligen Konkurrenten Wisk Aero

Der Elektroflugzeughersteller Archer Aviation hat seinen ehemaligen Konkurrenten Wisk Aero offiziell übernommen. Unter Berufung auf am Montag veröffentlichte offizielle Finanzdokumente berichtet ixbt.com, dass das bedeutende Geschäft nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten zwischen den beiden Unternehmen abgeschlossen wurde und eine neue Phase für die Luft- und Raumfahrtindustrie einleitet. TechCrunch.com berichtet .

Im Rahmen der Vereinbarung erklärte sich Boeing bereit, Wisk Aero sowie zwei weitere Tochtergesellschaften — SkyGrid, das Software für die digitale Flugverkehrssteuerung entwickelt, und den Drohnenhersteller Insitu — an Archer zu verkaufen. Im Gegenzug erhält Boeing neu ausgegebene Aktien von Archer.

Vom Rechtsstreit zur strategischen Partnerschaft

Die Übernahme bildet den logischen Abschluss der komplexen und konfliktreichen Beziehung zwischen den Unternehmen. Im April 2021 verklagte Wisk Archer und beschuldigte das Unternehmen, vertrauliche Informationen und geistiges Eigentum gestohlen zu haben. Der zweijährige Rechtsstreit endete mit einer überraschenden Einigung: Beide Seiten ließen nicht nur ihre gegenseitigen Ansprüche fallen, sondern begannen auch eine enge Zusammenarbeit.

Im Rahmen dieser Einigung machte Archer Wisk zu seinem exklusiven Lieferanten für autonome Technologien. Wisk Aero ging aus dem von Google-Mitgründer Larry Page unterstützten Startup Kittyhawk hervor und entwickelte sich später mit Unterstützung von Boeing weiter. Boeing investierte mehrere Millionen Dollar in Wisk und machte das Unternehmen bis 2023 zu einer vollständig kontrollierten Tochtergesellschaft.

Archers Expansion und Zukunftspläne

Archer Aviation wurde 2018 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Kalifornien. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen seine Aktivitäten deutlich ausgeweitet. Neben dem Aufbau eines städtischen Lufttaxinetzes ist Archer auch in den Verteidigungssektor eingestiegen. Ende 2024 nahm das Unternehmen 430 Millionen US-Dollar zur Finanzierung des Archer-Defense-Programms auf, 2025 folgten weitere 300 Millionen US-Dollar von großen institutionellen Investoren wie BlackRock.

Außerdem hat Archer mit dem Waffenhersteller Anduril eine exklusive Vereinbarung zur gemeinsamen Entwicklung eines hybriden VTOL-Fluggeräts für wichtige Verteidigungsaufgaben getroffen. Das 2021 an die Börse gegangene Unternehmen macht Fortschritte bei den Tests seines vollelektrischen Midnight-Fluggeräts und bereitet sich darauf vor, in diesem Jahr im Rahmen eines speziellen Programms des Weißen Hauses den Betrieb aufzunehmen.

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