Firefly schickt Miniheizung gegen die -170 Grad kalten Mondnächte

Firefly schickt Miniheizung gegen die -170 Grad kalten Mondnächte

Firefly Aerospace plant, eine Mini-Radioisotopen-Wärmequelle an Bord eines künftigen Landers zum Mond zu schicken, damit dieser die extrem kalten Mondnächte übersteht. Laut ixbt.com wird das von Zeno Power entwickelte experimentelle System an Bord eines der für 2028 erwarteten Blue Ghost-Lander ins All gebracht. Darüber berichtet Ixbt.com berichtet .

Das als Survive-the-Night bezeichnete System wird über ein auf Americium-241 basierendes Radioisotopen-Heizelement verfügen. Seine Wärmeleistung von lediglich 5 Watt soll ausreichen, um die Elektronik des Experimentmoduls, die Kommunikationssysteme und die Stromversorgung auf einer geeigneten Temperatur zu halten. Solche Technologien sind angesichts der extrem harten Bedingungen auf der Mondoberfläche von entscheidender Bedeutung.

Die extreme Mondumgebung und die Testmission

Eine Mondnacht dauert bekanntlich etwa 14 Erdtage. In dieser Zeit können die Temperaturen in einigen Regionen auf -170 Grad Celsius fallen. Ohne eine zusätzliche Wärmequelle würden die empfindliche Elektronik und die Batterien an Bord eine derart lange Abkühlungsphase nicht überstehen. Das Hauptziel des Experiments ist daher einfach formuliert: Fünf Tage nach Sonnenuntergang auf dem Mond muss das Modul Kontakt zur Erde aufnehmen und ein Signal senden, das seinen weiteren Betrieb bestätigt.

Laut Tyler Bernstein, dem CEO von Zeno Power, ist das Gerät äußerst kompakt und etwa so groß wie eine Silbermünze. Das Gewicht und die genauen Abmessungen des gesamten experimentellen Systems wurden bislang jedoch nicht veröffentlicht. Der Test steht in engem Zusammenhang mit dem Commercial Lunar Payload Services (CLPS)-Programm der NASA. Die Behörde ermutigt kommerzielle Hersteller von Mondlandern aktiv dazu, Technologien zu entwickeln, die nicht nur tagsüber, sondern auch nachts betrieben werden können.

Künftige Basen und weitere Beteiligte

Innovationen dieser Art sind für Pläne zum Aufbau langfristiger Infrastruktur und künftiger Basen auf dem Mond besonders relevant. Die Mission ist nicht nur der erste Raumflug für Zeno-Power-Ausrüstung, sondern auch einer der ersten Versuche, eine kommerzielle Radioisotopenquelle dieser Klasse einzusetzen. Neben der Erprobung der Technologie will das Unternehmen auch die praktischen Abläufe für Zertifizierung, Transport, Integration und Start nuklearer Ausrüstung auf einer kommerziellen Rakete entwickeln.

Zeno Power bereitet bereits die Massenproduktion ähnlicher Geräte vor. Künftig wird voraussichtlich ein Bedarf von Hunderten solcher kompakten Heizungen entstehen. Parallel werden leistungsstärkere Systeme entwickelt, die die beim Zerfall von Isotopen entstehende Wärme mithilfe von Stirling-Generatoren in elektrische Energie umwandeln. Bemerkenswert ist, dass auch Intuitive Machines für 2028 ein ähnliches Experiment plant. Die NASA hat zudem ein Preisgeld von 15 Millionen Dollar für eine erfolgreiche Demonstration dieser Technologie angekündigt.

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