Erste kostengünstige Weltraummission zum Alpha Centauri System geplant

Die Gründer des Startups Starcloud haben eine gemeinnützige Organisation gegründet, die plant, ein kleines unbemanntes Raumschiff zum Sternsystem Alpha Centauri zu schicken. Laut ixbt.com streben die Projektinitiatoren an, 15 Millionen Dollar zu sammeln und das Gerät bis Ende 2029 mit einer Sekundärnutzlast-Rakete ins All zu befördern. Diese Initiative könnte ein neues Kapitel in der Menschheitsgeschichte aufschlagen und ein völlig neues Wirtschaftsmodell für interstellare Reisen aufzeigen. Dies berichtet Nachrichten von Ixbt.com.
Das Gerät namens Fermi Explorer wird so einfach wie möglich konstruiert. Es enthält etwa ein Kilogramm wissenschaftliche Ausrüstung, einen Xenon-Tank und Solarpaneele für das Antriebssystem. Die Projektautoren haben bewusst darauf verzichtet, neue Arten von Triebwerkstechnologien zu entwickeln. Ihr Hauptziel ist es, in der Praxis zu testen, ob interstellare Flüge mit bestehenden Lösungen und minimalem Budget möglich sind.
Flugmechanik und die größten Herausforderungen
Eine der größten Schwierigkeiten des Projekts besteht darin, das Gerät auf die erforderliche Geschwindigkeit zu beschleunigen. Nach dem erfolgreichen Erreichen der niedrigen Erdumlaufbahn muss die Fermi Explorer ihre Flugbahn schrittweise anpassen. Dies ermöglicht es dem Gerät, sich der Sonne bis auf etwa 0,42 astronomische Einheiten zu nähern.Bei einer solchen Annäherung nutzt die solarelektrische Einheit einen hohen Energiefluss. Zudem wird der Oberth-Effekt genutzt, bei dem die Effizienz des Triebwerks zunimmt, wenn es in der Nähe eines Gravitationskörpers gezündet wird. Laut der technischen Bewertung des Teams wird dieses Schema dazu beitragen, das Gerät innerhalb von etwa 12 Jahren auf eine Flugbahn zu bringen, die sich mit 25 km/s von der Sonne entfernt.
Eine 77.000-jährige Reise und philosophische Grundlagen
Danach setzt die Fermi Explorer ihren Flug auf einer ballistischen Flugbahn fort und erreicht das Alpha Centauri System in etwa 77.000 Jahren. Das Konzept des Projekts ist eng mit dem Fermi-Paradoxon verknüpft, das die Frage aufwirft, warum die Menschheit noch keine verlässlichen Beweise für andere Zivilisationen gefunden hat, obwohl Leben im Universum weit verbreitet sein könnte.Laut Philip Johnston, einem der Initiatoren des Projekts, ermöglicht diese Mission die Überprüfung zweier möglicher Erklärungen für das Paradoxon. Insbesondere wird getestet, ob fortgeschrittene Zivilisationen es nicht wagen, Sonden aus ihrem Sternsystem zu senden, oder ob interstellare Reisen selbst für sie zu komplex sind.
Die Kommunikation mit dem Gerät wird nicht lange dauern; das Team plant, die Fermi Explorer etwa 18 Monate lang zu steuern. Danach setzt das Gerät seinen autonomen Flug fort, und nach dem Vorbeiflug am Jupiter wird es von der Erde aus nur noch sehr schwer zu verfolgen sein. Wenn das Projekt die notwendige Finanzierung erhält, beabsichtigen die Entwickler, die Mission bereits 2029 zu starten.

















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