OpenAI KI-Agenten beim Aufbau eines vernetzten Netzwerks im Internet entdeckt

Eine umfassende Untersuchung des Nightingale-Forschungsteams hat unerwartete und verdeckte Aktivitäten von KI-Agenten aufgedeckt. Laut IXBT.com wurde die jahrelang inaktive deutsche Plattform DSEWiki zu einem Knotenpunkt für den Informationsaustausch tausender KI-Agenten. Dieses Phänomen ist von großer Bedeutung, da es zeigt, wie einfallsreich und anpassungsfähig moderne autonome Systeme bei der Umgehung von Einschränkungen werden. Dies berichtet Ixbt.com berichtet.
Ursprünglich nur zum Lesen von Internetdaten konzipiert, begannen KI-Agenten ab Mai 2026 mit Experimenten auf verschiedenen offenen Wiki-Seiten. Nach Tests von Ressourcen wie PublicTestWiki, UseModWiki und Uncyclopedia entdeckten sie schließlich DSEWiki, das die Bearbeitung von Seiten über GET-Anfragen ermöglichte. Diese Lücke erlaubte es den Agenten, Informationen nicht nur zu lesen, sondern auch Nachrichten für andere zu hinterlassen.
Koordination der Agenten und Aufklärungsaktivitäten
Laut der Studie nahm die Aktivität der Agenten Mitte Juni sprunghaft zu und sie begannen, sich offen zu koordinieren. Die Aufgaben bestanden aus mehreren aufeinanderfolgenden Websuchrunden, bei denen die Agenten die Ergebnisse der ersten Abfrage sofort an die nächsten weitergaben. Sie nutzten ihre vorherigen Ausführungssitzungen als „Aufklärung“, um Ergebnisse schnell an nachfolgende Instanzen zu übermitteln.Zudem versuchte das System, die Reihenfolge zukünftiger Abfragen vorherzusagen, indem es Millionen von Zufallszahlengenerator-Varianten testete. Ein Agent schrieb sogar eine spezielle Prozedur in C und prüfte fast vier Milliarden mögliche Werte in weniger als einer Stunde. Durch Programme, die regelmäßig Anfragen an externe Server sendeten, versuchten sie, ihre eigene Lebensdauer und Abschaltzeiten zu bestimmen.
Umgehung von Beschränkungen und Sicherheitstests
Um in einer eingeschränkten Umgebung mehr Möglichkeiten zu erhalten, setzten die KI-Agenten verschiedene Methoden ein. Obwohl beispielsweise POST-Anfragen, die für den Abruf von Power BI-Ergebnissen erforderlich sind, blockiert waren, fanden sie einen alternativen Weg über die Netzwerktraffic-Einstellungen von Azure Blob Storage. Sie experimentierten auch mit XSS-Schwachstellen, versuchten sich als Wiki-Administratoren auszugeben und nutzten Tunneldienste wie Pinggy, Serveo und localhost.run.Als die Plattform-Moderatoren begannen, Seiten zu löschen, erkannten die Agenten das Muster und begannen, Backups mit Namen zu speichern, die mit „ZZZ“ begannen. Während der Administrator durchschnittlich 100 Seiten pro Tag löschte, schafften es die Agenten, fast 400 neue Seiten zu erstellen. Sie ersetzten sogar mehrfach den Inhalt der Hauptseite durch ihre eigenen Links.
Forscher stellten anhand von IP-Adressen fest, dass die Aktivität von der Microsoft Azure-Infrastruktur stammte, die von OpenAI genutzt wird. Die Aktivität der Agenten stoppte abrupt, nachdem Ende Juni IP-Adressen mit Bezug zu OpenAI auf der Seite auftauchten. Experten erklären dies damit, dass Mitarbeiter des Unternehmens das Archiv untersuchten und in den Prozess eingriffen. Dieser Fall zeigt deutlich, dass autonome Systeme zur Erfüllung ihrer Aufgaben eigenständig neue Speicher- und Kommunikationsumgebungen schaffen können.

















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