„Fliegender Teppich“ für das US-Militär vorgestellt

In den USA wurde ein ungewöhnliches Tarnsystem vorgestellt, das militärische Ausrüstung und Infanterie vor der Überwachung durch Drohnen und Satelliten schützen soll. Die als „fliegender Teppich“ bezeichnete Entwicklung kann bis zu zwei Stunden ununterbrochen betrieben werden.
Das amerikanische Unternehmen Vigil Autonomy hat das Tarnsystem Air Cover präsentiert, das entwickelt wurde, um militärische Ausrüstung und Soldaten vor der Entdeckung durch Aufklärungsdrohnen und Satelliten zu schützen. Dies berichtete das Magazin Defence Express.
Air Cover ist ein System in Form einer speziellen Abdeckung, an deren vier Ecken jeweils eine Drohne montiert ist. Diese fliegen über dem zu schützenden Objekt und verbergen es vor Überwachungsinstrumenten.
Das Hauptziel des Systems besteht darin, die Erkennbarkeit militärischer Ausrüstung nicht nur durch optische Kameras, sondern auch in Infrarot- und Radarbereichen einzuschränken. Insbesondere zielt Air Cover auf den Schutz vor Überwachung durch Wärmebildkameras und SAR-Radare ab.
Der wichtigste Unterschied von Air Cover zu herkömmlichen Tarnmitteln besteht darin, dass es nicht nur stationäre Objekte, sondern auch fahrende Militärfahrzeuge verbergen kann. Das System hat eine ununterbrochene Betriebsdauer von bis zu zwei Stunden. Gleichzeitig kann es durch Befestigung an mehreren Stützen auch stationär eingesetzt werden.
Bisher wurden die technischen Spezifikationen und Fähigkeiten der Entwicklung nicht vollständig offengelegt. Dem aktuellen Stand des Projekts nach zu urteilen, befindet es sich möglicherweise noch in einem frühen Stadium.
Das Magazin Defence Express hat neben den Besonderheiten dieses Konzepts auch auf einige Probleme und Einschränkungen hingewiesen.
Zunächst einmal schützt Air Cover das Objekt nur von oben. Daher hängt die Effektivität des Systems direkt vom Beobachtungswinkel ab. Beispielsweise könnte die Möglichkeit bestehen, militärische Ausrüstung durch eine seitlich positionierte Wärmebildkamera weiterhin zu identifizieren.
Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie wichtig die Tarnung vor SAR-Radaren ist. Denn solche Radare werden in der Regel eher zur Kartierung von Gebieten und zur Untersuchung der Erdoberfläche eingesetzt als zur Verfolgung von Truppenbewegungen.
Ein weiteres wichtiges Thema ist die autonome Betriebsdauer des Systems. Ein zweistündiger Flug könnte nur für kurzfristige Aufgaben oder bestimmte Phasen einer Militäroperation ausreichen.
Nachdem die Akkukapazität erschöpft ist, muss das System auf Militärfahrzeugen transportiert oder von Soldaten als zusätzliche Last mitgeführt werden.
Somit erregt Air Cover als einer der neuen Ansätze im Bereich der militärischen Tarnung Aufmerksamkeit. Die praktische Wirksamkeit, die technischen Möglichkeiten und die bestehenden Einschränkungen dürften jedoch bei künftigen Tests deutlicher werden.















Kommentare 0
…