Kasachstans Präsident schlägt Beitritt Russlands zur Organisation der Turkstaaten vor

Der Präsident von Kasachstan, Kassym-Schomart Tokajew, hat auf dem Gipfeltreffen der Organisation der Turkstaaten (OTS) in Ankara eine Initiative vorgestellt, die auf internationaler Ebene für großes Aufsehen gesorgt hat. Der kasachische Staatschef schlug vor, die Einbindung Russlands in die Aktivitäten der Organisation und einen möglichen Beitritt zu prüfen.
Laut einem Bericht von «Kazakhstan Today» betonte Tokajew, dass ein offener Ansatz gegenüber Russland «richtig und gerecht» sei, und schlug konkrete Formate vor.
Tokajews Hauptvorschlag: Welcher Status ist vorgesehen?
Das kasachische Staatsoberhaupt schlug zwei Hauptrichtungen für eine mögliche Beteiligung Moskaus an der Organisation vor:
«OTS+»-Format: Der Beitritt Russlands zu einem erweiterten Format der speziellen Zusammenarbeit mit der Organisation;
Beobachterstatus: Die regelmäßige Teilnahme als Beobachterstaat an offiziellen Veranstaltungen und Treffen der Organisation;
Gegenseitiger Nutzen: Tokajew ist der Ansicht, dass eine Integration Russlands in die turkische Welt allen Mitgliedstaaten praktische Vorteile bringen und den globalen politischen Einfluss der Organisation stärken würde.
Russland und die turkische Welt: Historische und ethnokulturelle Faktoren
Der kasachische Präsident begründete seinen Vorschlag mit der internen demografischen und historischen Struktur der Russischen Föderation:
Millionen turkischer Völker: Auf dem Gebiet Russlands leben seit jeher zahlreiche turkische Völker (Tatarstan, Baschkortostan, Altai, Jakutien/Sacha und andere Subjekte);
Jahrhundertealte Verbindungen: Das Staatsoberhaupt wies darauf hin, dass die kulturell-historischen Bindungen zwischen diesen Regionen und der turkischen Welt über Jahrhunderte gewachsen sind;
«Altai – Wiege der turkischen Zivilisation»: Der Präsident erwähnte ausdrücklich dieses in Russland laufende große kulturhistorische Projekt und erklärte, dass es als wichtige Brücke zur Stärkung des gemeinsamen Erbes dienen könne.
Diese auf dem Gipfel in Ankara vorgestellte diplomatische Initiative hat eine neue Welle von Diskussionen über die künftigen geopolitischen Konturen der Organisation der Turkstaaten und ihre Beziehungen zu den mächtigen Staaten der Region ausgelöst.

















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