Boeing-Tochter Wisk Aero wegen Sicherheitsbedenken verklagt

Wisk Aero, ein Startup des Luftfahrtriesen Boeing, ist ins Zentrum eines ernsthaften Konflikts geraten. Die ehemalige Software-Managerin Briahna O’Neill hat Klage eingereicht mit der Behauptung, sie sei entlassen worden, weil sie Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von autonomen Flugtaxis geäußert habe. Dieser Vorfall wirft große Fragen über die Sicherheitsstandards von elektrischen Fluggeräten auf, die als Zukunft des Luftverkehrs gelten. Laut Techcrunch.com berichtet die Quelle.
In der beim Santa Clara Superior Court eingereichten Klageschrift wird aufgeführt, dass Briahna O’Neill zwei spezielle interne Berichte erstellt hat. Sie behauptet, dass Wisk Aero-Ingenieure den Umfang der von der US-Luftfahrtbehörde (FAA) geforderten Softwaretests absichtlich reduziert haben, um die für 2025 geplanten Testflüge termingerecht durchzuführen. Dies könnte die technische Zuverlässigkeit der für den Personentransport vorgesehenen Geräte beeinträchtigen.
Konflikt zwischen Fristen und Sicherheit
Laut O’Neill wurde sie wenige Wochen nach dem Versenden ihrer zweiten internen Beschwerde ohne begründeten Anlass entlassen. Die ehemalige Mitarbeiterin gab in ihrer Klage an, dass es nicht nur um eine ungerechtfertigte Kündigung, sondern auch um Fälle von Diskriminierung ging. Wie The Seattle Times berichtet, lehnt Boeing derzeit eine offizielle Stellungnahme zu diesem Gerichtsverfahren ab.Wisk Aero wurde 2019 gegründet und gilt als eines der weltweit fortschrittlichsten Unternehmen, die an elektrischen Lufttaxis mit vertikalem Start und Landung (eVTOL) arbeiten. Das Hauptziel des Unternehmens ist die kommerzielle Einführung vollautonomer Fluggeräte, die ohne menschliches Eingreifen gesteuert werden. Der Wettbewerb in diesem Bereich ist extrem stark, da jedes Unternehmen versucht, als Erstes den Markt zu besetzen.
Auswirkungen auf die Branche und Untersuchungen
Anfang dieses Jahres war Wisk Aero eines von acht Unternehmen, denen die FAA ein dreijähriges Testprogramm genehmigt hat. Sollte im Gerichtsverfahren bestätigt werden, dass Sicherheitstests gekürzt wurden, könnte dies nicht nur den Ruf des Unternehmens, sondern auch dessen Fluglizenzen ernsthaft gefährden. In der Luftfahrt hat das Umgehen von Sicherheitsvorschriften schon immer schwerwiegende Folgen gehabt.Während auch Entwicklungsländer wie Usbekistan planen, in Zukunft Lufttaxidienste zu nutzen, zeigen Konflikte um solche Technologiegiganten, wie wichtig internationale Standards sind. Bisher bewahren die Vertreter von Wisk Aero Stillschweigen, doch es wird erwartet, dass der Prozess viele verborgene Probleme in diesem innovativen Sektor ans Licht bringt.

















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