VAE weltweit führend bei Vermögensungleichheit

Die Vereinigten Arabischen Emirate belegen weltweit den ersten Platz bei der ungleichen Verteilung des Vermögens in der Bevölkerung. Dies geht aus dem Global Wealth Report 2026 der Schweizer UBS Bank hervor. Russland, das denselben Wert wie die VAE aufwies, belegte den zweiten Platz im Ranking.
Was bedeutet der Gini-Koeffizient?
In der Studie wurde der Gini-Koeffizient verwendet, der anzeigt, wie gleichmäßig oder ungleichmäßig das Vermögen in der Bevölkerung eines Landes verteilt ist.
Je höher der Wert ist, desto größer ist der Anteil der Vermögenswerte, die in den Händen einer kleinen Gruppe der Bevölkerung konzentriert sind.
Hierbei geht es nicht um Löhne oder das tägliche Einkommen, sondern um folgende Vermögenswerte:
Immobilien;
Investitionen;
Bankersparnisse;
Aktien und andere Vermögenswerte.
Welche Staaten haben die höchsten Werte?
Nach den Ergebnissen für Ende 2025 sind dies die Länder mit der höchsten Vermögensungleichheit:
Platz | Land | Gini-Koeffizient |
|---|---|---|
1 | 0,82 | |
2 | Russland | 0,82 |
3 | Südafrika | 0,81 |
4 | Brasilien | 0,81 |
5 | Saudi-Arabien | 0,78 |
6 | USA | 0,77 |
7 | Schweden | 0,74 |
8 | Indien | 0,74 |
9 | Türkei | 0,73 |
10 | Mexiko | 0,72 |
Warum stehen die VAE an erster Stelle?
Die Autoren des Berichts erklären den hohen Wert in den VAE mit der großen Anzahl extrem reicher Einwohner im Land.
Gleichzeitig gibt es einen großen Anteil an Arbeitsmigranten mit relativ geringen Ersparnissen. Infolgedessen konzentriert sich der Großteil des Vermögens in einem begrenzten Personenkreis.
Usbekistan nicht im Ranking enthalten
Die UBS Bank hat im Rahmen des Berichts insgesamt 56 Märkte analysiert.
Im Ranking zur Vermögensungleichheit wurden jedoch keine Daten zu Usbekistan aufgeführt.
Einkommensungleichheit und Vermögensungleichheit sind nicht dasselbe
Experten betonen, dass dieses Ranking nicht mit der Einkommensungleichheit der Bevölkerung verwechselt werden sollte.
Während die Einkommensungleichheit die Löhne und sonstigen Einnahmen der Menschen vergleicht, berücksichtigt die Vermögensungleichheit deren Immobilien, Investitionen, Ersparnisse und andere Vermögenswerte.
Aus diesem Grund werden diese beiden Indikatoren unterschiedlich berechnet und können einander nicht ersetzen.


















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