Zwei Legenden aus Abdulmanaps Schule: Die Rekorde von Khabib und Islam

Die von Abdulmanap Nurmagomedov gegründete Schule brachte der UFC-Geschichte nicht nur zwei große Champions hervor. Khabib Nurmagomedov verließ das Oktagon ungeschlagen, während Islam Makhachev das Erbe seines Mentors nicht nur fortführt, sondern ihn in einigen Statistiken sogar übertreffen konnte.
Für einen Vergleich reicht bereits eine einzige Zahl: Islam hat sieben Siege in Titelkämpfen, Khabib dagegen vier wie inzwischen bekannt ist.
Zwei Champions aus derselben Schule
Der Weg von Khabib und Islam kreuzte sich nicht zufällig.
Beide wuchsen in der von Abdulmanap Nurmagomedov geprägten dagestanischen Ringerschule auf. Strikte Disziplin, hochklassiges Grappling, körperliche Vorbereitung und das Festhalten am Plan auch unter Druck wurden später zu den wichtigsten Waffen beider Athleten in der UFC.
Deshalb richteten sich nach Khabibs Karriereende viele Blicke auf Islam.
Die Frage war einfach:
Würde er die von Khabib hinterlassene Höhe erreichen können?
Heute wirkt diese Frage selbst zunehmend überholt. Die Diskussion lautet inzwischen anders: Wie weit wird Islam den berühmtesten Schüler seines Mentors in bestimmten Statistiken noch übertreffen?
Khabib – eine ungeschlagene Geschichte
Das Vermächtnis von Khabib Nurmagomedov ist vor allem mit seiner perfekten Profibilanz verbunden.
Er beendete seine Karriere ungeschlagen und dominierte lange Zeit die UFC-Leichtgewichtsklasse.
Während seiner Titelherrschaft standen Kämpfe gegen hochklassige Gegner wie Conor McGregor, Dustin Poirier und Justin Gaethje im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der gesamten MMA-Welt.
Khabibs größte Stärke bestand darin, dass seine Gegner beinahe genau wussten, wie er kämpfen würde – ihn aufzuhalten, war trotzdem äußerst schwierig.
Islam ist dagegen noch nicht am Ende
Islam Makhachev stand vor einer anderen Aufgabe.
In der Zeit nach Khabib musste er den Druck als Champion annehmen und seinen eigenen Namen zu einer eigenständigen Legende machen.
Makhachev besiegte in Titelkämpfen starke Gegner mit unterschiedlichen Stilen und setzte seine Siegesserie fort. Danach machte er den nächsten Schritt zu einem noch größeren Ziel und erreichte auch in einer zweiten Gewichtsklasse den Gipfel und wurde Champion.
Damit erzielte ein weiterer Vertreter von Abdulmanaps Schule in der UFC-Geschichte ein herausragendes Ergebnis in zwei Gewichtsklassen.
Ihre Zahlen: 7 und 4
Eine verbreitete Infografik vergleicht die Ergebnisse der beiden Athleten in Titelkämpfen auf sehr einfache Weise.
Islam Makhachev – sieben Siege.
Khabib Nurmagomedov – vier Siege.
Diese Zahl zeigt, wie viel Boden Islam als Champion zurückgelegt hat.
Allerdings gibt es bei diesem Vergleich einen wichtigen Aspekt: Khabib beendete seine Karriere relativ früh. Wäre er noch einige Jahre im Oktagon geblieben, hätte auch die Zahl seiner Titelkämpfe deutlich steigen können.
Deshalb vermittelt eine Bewertung dieser beiden Karrieren allein anhand von Zahlen kein vollständiges Bild.
Islam hat den Vorteil eines längeren Weges als Champion
Khabibs Geschichte ist die Geschichte einer perfekt abgeschlossenen Karriere.
Islams Geschichte wird dagegen noch geschrieben.
Genau darin könnte der größte Unterschied zwischen ihnen liegen.
Khabib ging mit einer Bilanz von 29:0 und vollbrachte etwas, das nur sehr wenige Athleten erreichen — er hörte auf, als er an der Spitze stand.
Islam jagt dagegen weiter neuen Rekorden nach. Sowohl die Zahl seiner Titelkämpfe als auch seine Siegesserie wachsen weiter.
Vielleicht war dies Abdulmanaps größter Sieg
Wenn es um Khabib und Islam geht, stehen Meisterschaftsgürtel, Rekorde und große Kämpfe an erster Stelle.
Doch hinter ihrer Geschichte steht noch ein weiterer Name — Abdulmanap Nurmagomedov.
Er bildete nicht nur einen Champion aus.
Er schuf ein System und eine Schule, in der nach dem Weggang des ersten großen Champions erneut ein Athlet auf höchstem Niveau seinen Platz einnahm.
Als Khabib das Oktagon verließ, endete die Geschichte dieser Schule nicht.
Im Gegenteil: Islam führte sie auf eine neue Stufe.
Khabib oder Islam – wer ist größer?
Diese Frage lässt sich derzeit nur schwer mit einer einzigen Zahl beantworten.
Khabib hat eine ungeschlagene Karriere mit 29:0, enormen Einfluss und historische Kämpfe vorzuweisen.
Islam hat mehr Titelkämpfe, eine längere Siegesserie und den Aufstieg an die Spitze in zwei Gewichtsklassen vorzuweisen.
Doch statt beide gegeneinander auszuspielen, kann man sie auch als zwei Epochen einer großen Sportschule betrachten.
Der erste Sprössling aus Abdulmanaps Schule flog ungeschlagen davon. Der zweite schlägt noch immer mit den Flügeln – und niemand weiß bisher, wo seine Grenzen liegen.
Glaubt ihr, dass Islam Makhachev am Ende seiner Karriere ein noch größeres Vermächtnis als Khabib Nurmagomedov hinterlassen kann? Hinterlasst eure Meinung in den Kommentaren und teilt den Artikel über Telegram oder andere soziale Netzwerke mit euren Bekannten.


















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