Nach dem Erdbeben: Kolumbien bittet Trump um Aussetzung der Zölle

Kolumbien erlebt eines der stärksten Erdbeben des vergangenen Jahrhunderts und bittet die internationale Gemeinschaft sowie seine Verbündeten um Hilfe. Der Präsident des Landes Abelardo de la Espriella US-Präsident Donald Trump führte ein Gespräch mit ihm und bat darum, die Zölle auf kolumbianische Produkte während der Beseitigung der Katastrophenfolgen vorübergehend auszusetzen.
Dies teilte das kolumbianische Staatsoberhaupt auf seiner offiziellen Seite im Netzwerk X, ehemals Twitter, mit.
„Die Lage unserer Unternehmer muss erleichtert werden“
De la Espriella zufolge ist die Aussetzung der Zölle auf Waren, die auf den US-Markt gelangen, für die von der Naturkatastrophe betroffene Volkswirtschaft von entscheidender Bedeutung:
Ziel: Die Lage der kolumbianischen Unternehmer und Produzenten, die infolge des Erdbebens schwere Zeiten durchmachen, zumindest etwas zu erleichtern;
Details des Gesprächs: Der kolumbianische Präsident erklärte, dass er ein zehnminütiges Telefongespräch mit Donald Trump geführt habe und der US-Präsident persönlich sein Beileid zu der Tragödie ausgesprochen habe;
Zollfrage: Ende Juli erhöhte Washington die Zollsätze für zahlreiche kolumbianische Waren von 10 Prozent auf 12,5 Prozent ;
Die zweitstärkste Katastrophe seit 100 Jahren: Opfer und Zerstörung
Das Erdbeben, das am 10. August den Westen Kolumbiens erschütterte und eine Stärke von 7,4 hatte, verursachte enorme Schäden:
Tote und Vermisste: Nach Angaben der kolumbianischen Nationalen Einheit für Katastrophenrisikomanagement hatte die Zahl der Todesopfer am Samstagmorgen 294 Menschen erreicht, während weitere 320 Menschen als vermisst galten;
Verletzte und Betroffene: Das Erdbeben, dessen Epizentrum im Gebiet San José del Palmar im Departamento Chocó lag, verletzte 3.935 Menschen und die Gesamtzahl der betroffenen Einwohner überstieg 115.000 ;
Wohninfrastruktur: Infolge der Erdstöße wurden 14.000 Häuser vollständig zerstört, während weitere 81.506 Häuser schwer beschädigt wurden; besonders stark betroffen waren abgelegene und schwer erreichbare Siedlungen.
Im Land dauern derzeit Such- und Rettungsarbeiten sowie der Wiederaufbau an. Die Regierung bemüht sich zugleich um internationale Handelserleichterungen, um den wirtschaftlichen Schock abzufedern.
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