«Einfrieren des Krieges und Istanbul 2.0»: So lautete Tokajews Vorschlag an Putin

Am Samstag, dem 25. Juli, fanden im Rahmen des Forums für interregionale Zusammenarbeit in Omsk wichtige Verhandlungen zwischen dem kasachischen Präsidenten Kassym-Schomart Tokajew und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin statt. Bei dem Treffen schlug Tokajew vor, den Krieg in der Ukraine zu «frieren» und zur Formel «Istanbul 2.0» zurückzukehren.
Zamin.uz analysiert die Details dieser hochrangigen Verhandlungen und die Reaktion des Kremls.
1. Tokajews Vorschlag: Die Formel «Istanbul 2.0»
Der kasachische Präsident betonte, dass die Positionen beider Seiten derzeit extrem widersprüchlich seien und es keinen klaren Weg zur Lösung des Konflikts gebe. Daher schlug er vor, die Kampfhandlungen einzustellen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
Friedensformel: Meiner Ansicht nach sollte man zu der Grundlage der ersten Vereinbarungen zurückkehren, die 2022 in Istanbul erzielt wurden, da es dort wichtige Fortschritte gegeben habe.
Vermittlungsposition: Kasachstan erklärte, dass es ablehne, ein direkter Vermittler zwischen Russland und der Ukraine zu sein, aber weiterhin zum Frieden aufrufen werde.
Politische Flexibilität: Tokajew hob besonders hervor, dass Putin während seiner Verhandlungen mit Donald Trump im August 2025 in Anchorage (USA) «maximale diplomatische Flexibilität» gezeigt habe.
Tokajew: «Das ist kein Bürgerkrieg, sondern ein zwischenstaatlicher Konflikt»
Aus der Erklärung von Kassym-Schomart Tokajew:
«Wir haben das ukrainische Volk, seine Kultur und Sprache immer respektiert. Das Wesen dieses Konflikts ist für viele, einschließlich uns, nicht völlig verständlich. Dies ist ein zwischenstaatlicher Konflikt, der den Interessen der gemeinsamen Feinde Moskaus und Kiews dient. Das alles muss gestoppt werden.»
Tokajews Vorschlag und die offizielle Position des Kremls
Aspekte | Tokajews Vorschlag | Reaktion des Kremls und Peskow |
Konfliktstatus | Krieg «einfrieren» und Frontlinie stoppen | Kann nicht eingefroren werden |
Verhandlungsformat | Rückkehr zur Formel «Istanbul 2.0» | Kiew muss Russlands Bedingungen und Ziele anerkennen |
Bedingung für die Beendigung des Krieges | Parteien erzielen eine Einigung | Russland muss seine Ziele erreichen |
2. Peskow: «Der Krieg kann nicht eingefroren werden»
Nach den Verhandlungen gab Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten, die klare Position des Kremls zu diesem Vorschlag bekannt.
Ziele bleiben unverändert: Peskow betonte, dass aufgrund der aktuellen Position Kiews der Krieg nicht einfach eingefroren werden könne.
Bedingung für den Stopp: «Wir haben eine Hauptbedingung: Wir müssen unsere Ziele erreichen. Sie sind klar und konsequent. Wenn Kiew entsprechende Entscheidungen trifft, können die Kämpfe noch heute bis Ende des Tages aufhören», sagte der Kreml-Sprecher.
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Das Treffen der Staatschefs von Kasachstan und Russland in Omsk war eines der wichtigen Signale für die regionale Sicherheit und globale Geopolitik.
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