Schwere Probe: Zahl der Erdbebenopfer in Japan auf 34 gestiegen

Schwere Probe: Zahl der Erdbebenopfer in Japan auf 34 gestiegen

Infolge des verheerenden Erdbebens auf der im Südwesten Japans gelegenen Insel Kyushu ist die Zahl der Todesopfer auf 34 gestiegen. Nachbeben und eine starke Hitzewelle nach der Katastrophe stellen die Bewohner vor neue, noch härtere Prüfungen. Tausende Menschen sind aus Angst vor Gebäudeabstürzen gezwungen, ihre Nächte in ihren Autos zu verbringen, berichtet die BBC.

Verwüstung und Angst vor Nachbeben

Zur Erinnerung: Am Dienstag, den 28. Juli, ereignete sich in der Präfektur Kumamoto ein starkes Erdbeben der Stärke 6,8. Das Epizentrum lag in einer Tiefe von etwa 10 Kilometern. Die Erdstöße verursachten schwere Schäden an Wohnhäusern, wichtiger Infrastruktur, Straßen und Stromnetzen.

Seit dem Hauptbeben wurden in der Region über 100 Nachbeben registriert. Diese wiederholten Erschütterungen versetzen selbst jene Bewohner in Panik, deren Häuser verschont geblieben sind. Aus Angst, unter Trümmern begraben zu werden, weigern sich die Menschen, geschlossene Gebäude zu betreten.

Tausende Bewohner leben in Autos

Zahlreiche Anwohner verbringen ihre Nächte in privaten Autos auf Parkplätzen und in Parks. Im Auto zu schlafen ist nicht nur unbequem, sondern birgt auch ernsthafte Gesundheitsrisiken.

Die Situation wird durch die in der Region beobachtete anhaltende Hitze weiter verschärft. In der Gluthitze in einem geschlossenen Auto zu bleiben, erhöht das Risiko eines Hitzschlags. Zudem kann langes, bewegungsloses Sitzen zur Entwicklung des „Economy-Class-Syndroms“ (tiefe Venenthrombose) führen. Viele Betroffene sind ohne Klimaanlage und Wasser.

Rettungs- und Evakuierungsmaßnahmen

Aktuellen Daten zufolge wurden etwa 9500 Einheimische, die ihre Häuser verloren haben oder in gefährlichen Gebieten leben, in temporären Evakuierungszentren untergebracht.

Die Such- und Rettungsarbeiten in der Region laufen ununterbrochen. Tausende Spezialisten, darunter Polizei, Feuerwehr und Militärangehörige der Verteidigungskräfte, sind im Einsatz. Die Retter stehen im Wettlauf mit der Zeit, um nach Menschen zu suchen, die unter den Trümmern eingeschlossen sein könnten. Priorität haben Arbeiten an Großobjekten wie dem zerstörten Einkaufszentrum Aeon und der Nippon-Paper-Fabrik in Yatsushiro.

Japan — Im „Pazifischen Feuerring“

Japan liegt im „Pazifischen Feuerring“, einer Region von extrem hoher seismischer Aktivität. Das Land wird häufig von Erdstößen heimgesucht, und etwa 20 Prozent der stärksten Erdbeben der Welt ereignen sich hier. Dies erfordert ständige Wachsamkeit und Bereitschaft von der Bevölkerung der Region.

Wichtigste Informationen:

Indikator

Details

Standort

Präfektur Kumamoto, Insel Kyushu, Japan

Datum

28. Juli, Dienstag (Hauptbeben)

Magnitüde

6.8

Herdtiefe

~10 km

Todesopfer

34 Personen (Stand: 30. Juli)

Nachbeben

Über 100

Evakuierte

~9500 Personen

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